12.08.2009
Correction Time In Asset Markets
Marc Faber is an international investor known for his uncanny predictions of the stock market and futures markets around the world. Dr. Doom also trades currencies and commodity futures like Gold and Oil.
> Das monatliche Federal Budget seit Januar 2000. Seit Oktober 2008 schlägt Monat für Monat ein Defizit im US-Bundeshaushalt zu Buche. Das Federal Budget ist Hauptteil der öffentlichen gesamten Staatsverschuldung <
> Die ganze Dramatik wird sichtbar, wenn man die monatlichen Defizite kumuliert. Unfassbare -1,266958 Billionen Dollar Defizit haben sich in den ersten 10 Monaten des Fiskaljahres 2008/2009 angesammelt, nach einem Defizit von "nur" -454,798 Mrd. Dollar im Gesamtfiskaljahr 2007/2008! <
Während die Ausgaben in den ersten 10 Monaten des Fiskaljahres 2008/2009 um +21,1%, auf 3,007132 Billionen Dollar stiegen, nach 2,483016 Bio. Dollar im Vorjahreszeitraum, fielen die Steuereinnahmen um -16,9% auf 1,740174 Billionen Dollar, nach 2,094397 Billionen Dollar in den ersten 10 Monaten im Fiskaljahr 2007/2008!
Die Unternehmenssteuereinnahmen brachen von 246,799 Mrd. Dollar in den ersten 10 Monaten 2007/2008 um gewaltige -57,66% weg, auf nur noch 104,483 Mrd. Dollar in den ersten 10 Monaten des Fiskaljahres 2008/2009. Dies wirft ein doch dramatisches Bild auf die Wirtschaftslage und die Unternehmensgewinne in den USA. Aber auch die Einnahmen aus der Einkommenssteuer brachen um beachtliche -20,5% weg, von 943,887 Mrd. Dollar im Vorjahreszeitraum auf 750,381 Mrd. Dollar! Dies wiederum zeigt deutlich, wie schlecht es um die Jobs und die Einkommen steht. Die sinkenden Steuereinnahmen sind wohl ein ungefilterter Beleg für die Krise!
Trotz dramatisch sinkender Steuereinnahmen wird auch unter Obama der militärisch industrielle Komplex großzügig mit Geld versorgt. In den ersten 10 Monaten verschlangen die Ausgaben für das US-Verteidigungsministerium 532,605 Mrd. Dollar, nach 492,484 Mrd. Dollar im Vorjahreszeitraum, ein Anstieg von 8,1% im Vergleichszeitraum!
> Die gesamtstaatliche explizite (heute zahlungswirksame) Staatsverschuldung markiert per 11.08.2009 mit 11,666 Billionen Dollar einen neuen Rekord! Ein brachialer Anstieg in den letzten 10 Monaten, seit Beginn des Fiskaljahres von +1,641 Billionen Dollar! 1975 lag die explizite Staatsverschuldung bei 533 Mrd. Dollar. Eine unhaltbare Exponentialfunktion bei der US-Staatsverschuldung. <
Die Wirtschafts- und Finanzkrise ist eine klassische Verschuldungskrise und sie ist durch den Einsatz von noch mehr Schulden nicht nachhaltig zu lösen. Denn die hohe Rate der Neuverschuldung durch den Staat ist nicht lange durchzuhalten. Sobald sie nachlässt bzw. gar auch nur im Ansatz die Schulden zurückgeführt werden, wird es konjunkturelle Bremsspuren vom Feinsten geben.
Die US-Ökonomie ist ein Kredit-Junkie - ohne Kredit kein Wachstum und selbst mit Kredit wird es immer ineffizienter. Gemäß den Daten der FED ist von 2000 bis Q1 2009 die Gesamtverschuldung von Staat (explizit), privaten Haushalten, Unternehmen inkl. Finanzsektor in den USA, im Durchschnitt um 6,03 Dollar gestiegen um 1 Dollar Wirtschaftswachstum zu generieren! Von Q1 2007 bis Q1 2009 hat sich das Verhältnis noch weiter verschlechtert. Es waren 10,96 Dollar neue Schulden nötig um 1 Dollar Wirtschaftswachstum zu erzeugen. Eine ökonomisch betrachtet - lächerliche Veranstaltung.
Quelle Daten: Fms.treas.gov, Federalreserve.gov, Treasurydirect.gov
Kontakt: info.querschuss@yahoo.de
> Die Industrieproduktion in der Eurozone mit -17% im Vergleich zum Vorjahresmonat ist im prozentualen Vergleich auf leichtem Erholungskurs, dieser resultiert aber aus dem niedrigeren statistischen Basiseffekt des Vorjahres. <
> Der saisonbereinigte Index der Industrieproduktion in der Eurozone fällt im Juni wieder auf 88,7 Punkte und fällt damit auf das tiefste Niveau seit Ausbruch der Finanz- und Wirtschaftkrise aus dem April 2009. Die 88,7 Punkte markieren den tiefsten Stand seit Dezember 1997, damals mit 89,6 Punkten! <
> Der Einbruch der Industrieproduktion im Juni bei den einzelnen Mitgliedsstaaten der EU-27 in Prozent, im Vergleich zum Vorjahresmonat. <
Die Daten der Industrieproduktion sind ein wichtiger Bestandteil der Wirtschaftsleistung der jeweiligen Länder, so das es durchaus möglich ist, dass auf Grund der schwachen Industriedaten im Juni auch die Bruttoinlandsproduktdaten im 2. Quartal 2009 schlechter ausfallen als bisher erwartet.
Eine überzeugende wirtschaftliche Erholung sieht anders aus. Eine Erholung der Industrieproduktion in Europa hat de facto noch nicht einmal stattgefunden. Eine harte Ernüchterung für die Positiv-Junkies von Stimmungs- und Frühindikatoren.
“What was a V-shaped recovery now seems to be experiencing a little gravitational pull.” -Stephen Green, Standard Charted Bank in ShanghaiBased on past linkages between earnings trends and the pace of economic activity, believe it or not, the S&P 500 is now de facto discounting a 4¼% real GDP growth rate for the coming year. That is what we would call a V-shaped recovery.
Ron Griess of The Chart Store points to the rally continuing on decreasing volume. I would also note that breadth is softening as well.