22.08.2009
“Die 81. US-Bankenpleite in 2009!”
Am Freitag zog die US-Einlagenversicherung weitere 4 Banken aus dem Verkehr, damit erhöht sich die Zahl der US-Pleitebanken auf 81 in 2009! Eine der vier bankrotten Banken ist die Guaranty Bank of Austin aus Texas mit einer Bilanzsumme von 13 Mrd. US-Dollar! Dies ist die zweitgrößte Pleite gemessen an den betroffenen Vermögenswerten in 2009 und der 10-größte Bankrott in der Geschichte der FDIC! Die 4 Pleiten vom Freitag belasten die Rücklagen des Einlagensicherungsfond der FDIC alleine um 3,262 Mrd. Dollar!
> Im Langfristchart seit 1934, die Pleite gegangenen US-Banken. Die Anzahl der 81 Pleiteinstitute in 2009 sieht fast harmlos aus, 1989 während der Savings and Loan Crisis (Sparkassenkrise), gingen gewaltige 531 Banken bankrott. Allerdings waren damals 163,957 Mrd. Dollar an Assets (Vermögenswerten) betroffen, im Jahr 2008 waren es 371,945 Mrd. Dollar. 2009 sind bis jetzt durch die Pleiten Assets in Höhe von 88,356 Mrd. Dollar betroffen. <
> Das Volumen der Assets der bankrott gegangenen Banken seit 1975. <
Die bisher größte Banken-Pleite einer bei der FDIC versicherten Bank war am 25. September 2008. Die US-Sparkasse Washington Mutual (WAMU) ging mit Vermögenswerten von mehr als 307 Mrd. US-Dollar und 188 Mrd. Dollar an Einlagen bankrott. Die WAMU wurde zwar von der FDIC geschlossen, die Vermögenswerte, Verbindlichkeiten und Einlagen gingen für nur 1,9 Mrd. Dollar an JPMorgan Chase. Es entstanden keine Kosten für die Einlagenversicherung. Die zweitgrößte Pleite war am 11. Juli 2008. Die Hypothekenbank IndyMac ging mit Vermögenswerten in Höhe von 32 Mrd. Dollar und Einlagen von 19,06 Mrd. Dollar bankrott. Diese Pleite verursachte für die FDIC bis zu 8 Mrd. Dollar an Kosten. Am 14. August 2009 erfolgte mit der Colonial Bank of Montgomery, die bisher sechstgrößte Pleite in der Geschichte des US-Einlagenversicherung. Die Colonial Bank wies eine Bilanzsumme von 25 Mrd. Dollar aus und hatte Einlagen in Höhe von 20 Mrd. Dollar. Mit immerhin 2,8 Mrd. Dollar musste die FDIC aus dem Einlagensicherungsfond einspringen.
Nach den letzten Daten der FDIC waren im 1. Quartal 2009 8'246 Finanzinstitute bei der FDIC versichert. Die Vermögenswerte der versicherten Finanzinstitute betrugen gewaltige 13,54163 Billionen Dollar! Unfassbare 203,38 Billionen Dollar betrug insgesamt das nominale Derivate-Volumen der bei der FDIC versicherten Finanzinstitute!
Von den 8,954 Billionen Dollar an Deposits (Kundeneinlagen) versichert die FDIC die Einlagen in Höhe von 250'000 Dollar je Konto, insgesamt 4,831 Billionen Dollar. Diese Einlagenversicherung ist absolut lächerlich, denn die FDIC hatte per 1. Quartal nur noch 13,007 Mrd. Dollar Rücklagen im Einlagensicherungsfond (Deposit Insurance Fund - DIF), mit denen sie die 4,831 Billionen Dollar an Kundeneinlagen garantiert. Ein ganz klarer Fall eines nackten Kaisers. Der Mindestreservesatz (DIF Reserve Ratio), das Verhältnis von zu versichernden Einlagen und den noch zur Verfügung stehenden Mitteln aus dem Einlagensicherungsfond der FDIC fiel schon im 1. Quartal 2009 auf nur noch 0,27%!
> Die geschrumpften Rücklagen des DIF! <
Die Realität ist, die FDIC ist selber Pleite und braucht ein staatliches Bailout! Denn seit Ende des 1. Quartals 2009 haben die weiteren 60 Bankenpleiten die FDIC und deren Rücklagen im Einlagensicherungsfond mit 19,3 Mrd. Dollar belastet!
Die FDIC kann aus ihren Rücklagen seriöser Weise überhaupt nicht Kundeneinlagen in Höhe von 4,831 Billionen Dollar garantieren. Damit nicht genug, im Rahmen der umfangreichen staatlichen Liquiditäts- und Kreditgarantien übernimmt die FDIC über das Temporary Liquidity Guarantee Program - Debt Guarantee (TLGP-DGP) auch weitere Garantien für unbesicherte Bankkredite, Interbankgeschäfte und Anleiheemissionen in Höhe von 940 Mrd. Dollar. Die mit einer TLGP-Garantie versehenen Bonds profitieren von niedrigeren Refinanzierungskosten. Das Ponzi Scheme komplettierend trägt die FDIC über das Transaction Account Guarantee Program (TLGP-TAG) noch unbegrenzten Garantien für 684 Mrd. Dollar an nicht zinstragenden Transaktionenkonten (in der Regel Girokonten)!
Wie bei einem so maroden Bankensystem und den auf nichts basierenden Ponzi-Garantien der FDIC immer noch nahezu 100% der Kunden Vertrauen in das US-Bankensystem haben, ist schon "fast" ein Phänomen!
Quelle: Fdic.gov
Kontakt: info.querschuss@yahoo.de















