Archiv für das Tag 'Deutschland'

Beispiele für Leistungsstreichungen und Abgabenerhöhungen z.B. aus Mühlheim, Duisburg, Bochum, Dortmund u.a. Auch die Cross-Border-Leasing Geschäfte einiger Städte werden angesprochen, denn auch sie haben zur aktuellen desolaten Finanzsituation in vielen Städten beigetragen. Siehe auch ältere Artikel “Deutschland: Nun müssen die Bürger für Cross-Border-Leasing bluten…” (Tag “Cross Border Leasing“) und “Deutschland: Wie Kommunen sparen müssen – am Beispiel Wuppertal” (Tag “Leistungskürzungen“).

Gefunden bei wsws.org:

Sozialer Kahlschlag in den Kommunen

Von Sybille Fuchs

12. März 2010

Mit der Finanzkrise und dem Steuersenkungsprogramm der Bundesregierung hat sich die Haushaltslage der Kommunen drastisch verschärft. Die Parteien in den Kommunalparlamenten reagieren darauf mit tiefen Einschnitten bei den Dienstleistungen und bei der Infrastruktur und zerstören damit die Lebensqualität der Bevölkerung.

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Gefunden bei tagesschau.de:

Hilfen für Unternehmen in der Krise

Regierung prüft Verlängerung des Kurzarbeitergeldes

Nach Informationen der “Rheinischen Post” können Firmen, die Kurzarbeitergeld beantragen, nicht nur bis Ende 2010, sondern bis Ende 2011 von den Sozialbeiträgen für die betroffenen Mitarbeiter befreit werden.

Darüber seien sich Kanzlerin Merkel, Arbeitsministerin von der Leyen und Finanzminister Schäuble bereits einig. Das Bundesarbeitsministerium wollte den Bericht nicht bestätigen. Eine Verlängerung der bestehenden Regelung werde allerdings wohlwollend geprüft.

Gewerkschaft spricht von gutem Signal

Der Vorsitzende der IG BCE, Michael Vassiliadis, nannte eine längere Erstattung der Sozialbeiträge bei Kurzarbeit ein “gutes Signal”. Zugleich forderte er die Bundesregierung auf, krisengeschüttelte Unternehmen von den Entgeltanteilen etwa für Urlaubs- und Weihnachtsgeld oder vermögenswirksame Leistungen zu entlasten.

Seit 2009 ersetzt die Bundesagentur für Arbeit Unternehmen die Sozialbeiträge für Kurzarbeiter vom siebten Monat an. Diese Entlastung ist bisher gesetzlich bis Ende 2010 befristet.


Gefunden bei welt.de:

Folgen der Kurzarbeit

Staat hilft immer mehr Hausbesitzern bei Krediten

Von Richard Haimann 10. März 2010, 12:26 Uhr

Hauseigentümer sind zunehmend auf staatliche Hilfe angewiesen. Wegen Arbeitslosigkeit und Kurzarbeit sind viele nicht mehr in der Lage ihre Kredite zu bedienen. Der Staat springt in diesem Fall zunächst mit Lastenzuschüssen ein. WELT ONLINE erklärt, worauf dabei zu achten ist.

Die Wirtschaftskrise bringt immer mehr Grundeigentümer in finanzielle Schwierigkeiten. Arbeitslosigkeit und Kurzarbeit zwangen im vergangenen Jahr deutlich mehr im Eigentum lebende Familien, einen so genannten Lastenzuschuss zur Bewältigung ihrer Hypothekenkredite in Anspruch zu nehmen. Das zeigt eine Umfrage von WELT ONLINE bei den Statistischen Landesämtern.

Experten raten Immobilienbesitzern bei finanziellen Problemen, frühzeitig dieses Wohngeld für Eigentümer zu beantragen. „Auf diese Weise können Familien Zwangsversteigerungen vermeiden“, sagt Torsten Weidemann, Referent für Wohnungswesen beim Eigentümerverband Haus & Grund.

In Baden-Württemberg schnellte die Zahl der Lastenzuschussempfänger nach Angaben des Statistischen Landesamtes 2009 um 61,6 Prozent auf 5.414 Haushalte in die Höhe. In Bayern stieg die Zahl der Empfänger um 37,3 Prozent von 3.958 auf 5.436 Haushalte. Im Saarland erhielten Ende Dezember 2009 insgesamt 1.370 im Eigentum wohnende Familien Lastenzuschusszahlungen – 48,9 Prozent mehr als zwölf Monate zuvor.

Die tatsächlichen Zahlen werden noch höher ausfallen, da in den Statistiken noch nicht jene Anträge erfasst sind, die im Dezember 2009 gestellt, aber bis Jahresende nicht beschieden wurden. In anderen Bundesländern sind die Statistikbehörden noch dabei, die Zahlen detailliert zusammenzutragen.

Experten sind nicht überrascht, dass 2009 deutlich mehr im Eigentum lebende Haushalte finanzielle Hilfen vom Staat erhielten als im Vorjahr. Zwar ist die Zahl der Erwerbslosen in den vergangenen zwölf Monaten nach Angaben der Bundesagentur für Arbeit nur um 91.000 auf 3,643 Millionen Menschen gestiegen.

„Der starke Anstieg der Kurzarbeit hat jedoch etliche Besitzer von Eigenheimen und Eigentumswohnungen bei der Bewältigung ihrer Immobiliendarlehen in Schwierigkeiten gebracht“, sagt Tobias Just, Immobilienanalyst bei Deutsche Bank Research. Ende 2009 bezogen 890.000 Arbeitnehmer Kurzarbeitergeld in Höhe von maximal 67 Prozent des Nettolohns. Das waren 620.000 Beschäftigte mehr als zwölf Monate zuvor.

„Lastenzuschüsse gewährt der Staat als vorübergehende Hilfe an Grundeigentümer, wenn diese wegen Kurzarbeit oder Arbeitslosigkeit die Aufwendungen für Zins und Tilgung ihrer Darlehen nicht mehr tragen können“, erläutert Haus-&-Grund-Referent Weidemann. Die Hilfe wird ausschließlich Haushalten gewährt, die im selbst genutzten Wohneigentum leben. Die Förderung ist auf zwölf Monate begrenzt.

Nach Ablauf dieser Frist kann eine Verlängerung um jeweils ein weiteres Jahr beantragt werden. Da über den Lastenzuschuss die zur Bedienung der Darlehen nötige Hilfe gewährt wird, fallen die Zahlungen höher aus als bei Mietern, die Wohngeld erhalten. 2008 betrug der durchschnittliche Lastenzuschuss pro Haushalt nach Berechnungen des Statistischen Bundesamtes 113 Euro gegenüber 88 Euro bei Wohngeldempfängern.

Der Lastenzuschuss wird nur gewährt, solange die Eigentümer Kurzarbeiterbezüge oder Arbeitslosengeld erhalten. Die Zahlungen enden sobald die Besitzer bei dauernder Arbeitslosigkeit nach spätestens 24 Monaten unter die Hartz-IV-Regelung fallen. Anschließend können Familien nur noch einen Zinszuschuss von den Argen erhalten – sofern die Banken mitspielen und das Haus oder die Wohnung nicht zu groß sind. Für eine vierköpfige Familie beträgt die Obergrenze 120 Quadratmeter. Zahlungen zur Tilgung des Kredits leisten die Jobcenter nicht.

„Die Lastenzuschüsse können Grundeigentümer durch eine vorübergehende Krise tragen, jedoch nicht dauerhaft den Immobilienbesitz sichern“, erläutert Analyst Just. Dies sei im vergangenen Jahr zusammen mit der verlängerten Kurzarbeiterregelung gut gelungen. „Ohne beide Maßnahmen wäre es 2009 zu einem deutlichen Anstieg der Zwangsversteigerungen gekommen“, sagt Just.

Nach der Statistik der auf Zwangsversteigerungen spezialisierten Gesellschaft Argetra stieg die Zahl der von Amtsgerichten anberaumten Termine im vergangenen Jahr in deutlich geringerem Umfang als die Zahl der Empfängerhaushalte von Lastenzuschüssen. In Baden-Württemberg nahm die Zahl der Zwangsversteigerungstermine danach um nur 1,9 Prozent auf 5785 Fälle zu, in Bayern lediglich um 1,4 Prozent auf 7803 Fälle.

Im Saarland stieg die Zahl der Zwangsversteigerungstermine zwar um elf Prozent auf 1.123 Fälle. Der Anstieg fiel damit aber immer noch geringer aus als bei den Lastenzuschussempfängern, deren Zahl um 48,9 Prozent zulegte.

Hintergrund

Wohngeldstellen helfen

Anträge auf Lastenzuschüsse müssen Grundeigentümer bei der Wohngeldstelle ihrer Kommune stellen. Ein Anspruch besteht nicht nur, wenn das monatliche Einkommen nicht mehr reicht, um den Hypothekenkredit zum Kauf der Immobilie zu tragen. Auch bei Engpässen durch später aufgenommene Modernisierungsdarlehen wird die Hilfe gewährt.


Letzte Woche fand wieder ein “Kreditgipfel” statt, bei dem die Bundesrgeierung zusammen mit Vertretern der Kreditwirtschaft über die Kreditvergabe und die drohende Kreditklemme beratschlagte. Während die Regierung nach wie vor darauf beharrt, dass es keine Kreditklemme gibt, sind es immer mehr mittelständische Unternehmen, die das ganz anders sehen…

Gefunden bei rp-online.de:

Kreditklemme für Firmen

Mittelständler haben größte Probleme

zuletzt aktualisiert: 12.03.2010 – 07:39

Passau (RPO). Die Mittelstandsbeauftragte der Grünen-Bundestagsfraktion, Christine Scheel, sieht eine echte Gefahr” für den Aufschwung auch nach dem “Kreditgipfel” der Bundesregierung in der anhaltenden zögerlichen Kreditvergabe der Banken. Sie fordert die Sparkassen auf, mehr Kredite für kleinere und mittelgroße Betriebe zu vergeben.

Diese urteilten oft viel zu pauschal, sagte Scheel der “Passauer Neuen Presse”: “Jede Firma aus dem Bereich Automobilzulieferung gilt beispielsweise als risikobehaftet und hat es schwer, an Geld zu kommen.” Es sei Aufgabe der Banken vor Ort, Firmen nicht einfach als riskant einzustufen, weil sie zu einer Krisenbranche gehören. Jedes einzelne Unternehmen müsse man sich genau anschauen.

Die Sparkassen hätten im Jahr 2009 gut verdient und hätten weniger Wertberichtigungen als andere Kreditinstitute in der Finanzkrise hinnehmen müssen, sagte Scheel. “Deshalb sind sie jetzt gefordert, Betriebsmittelkredite bereitzustellen. In vielen Firmen sind die Lager leergeräumt, ist das Eigenkapital verbraucht. Diese Unternehmen benötigen dringend Kredite, um ihre Bestände aufzufüllen, um neue Aufträge zu bekommen.”

“Kleine und mittelständische Firmen haben die größten Probleme”, sagte Scheel. Großunternehmen würden sich meist direkt an den Deutschlandfonds der Bundesregierung wenden. Deshalb sei es gut, dass die staatseigene KfW-Bank noch einmal ein Sonderprogramm aufgelegt habe: “93 Prozent derjenigen, die darauf zurückgegriffen haben, sind Mittelständler.” Allerdings fürchtet die Grünen-Politikern, “dass manche Hausbanken KfW-Darlehen nicht weiterreichen, um eigene zu viel härteren Konditionen zu vergeben”.


Oder aber -6,3% gegenüber Vormonat Dezember 2009…

Gefunden bei destatis.de:

Pressemitteilung Nr.090 vom 10.03.2010

Deutsche Ausfuhren im Januar 2010: + 0,2% gegenüber Januar 2009

WIESBADEN – Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) anhand vorläufiger Ergebnisse mitteilt, wurden im Januar 2010 von Deutschland Waren im Wert von 63,9 Milliarden Euro ausgeführt und Waren im Wert von 56,0 Milliarden Euro eingeführt. Die deutschen Ausfuhren waren damit im Januar 2010 um 0,2% höher und die Einfuhren um 1,4% niedriger als im Januar 2009. Im Vormonatsvergleich war die Entwicklung von Aus- und Einfuhren kalender- und saisonbereinigt gegenläufig: Während die Ausfuhren im Januar 2010 gegenüber Dezember 2009 um 6,3% sanken, nahmen die Einfuhren um 6,0% zu.

Die Außenhandelsbilanz schloss im Januar 2010 mit einem Überschuss von 8,0 Milliarden Euro ab. Im Januar 2009 hatte der Saldo in der Außenhandelsbilanz 7,1 Milliarden Euro betragen. Kalender- und saisonbereinigt lag im Januar 2010 der Außenhandelsbilanzüberschuss bei 8,7 Milliarden Euro.

Zusammen mit den Salden für Dienstleistungen (– 2,0 Milliarden Euro), Erwerbs- und Vermögenseinkommen (+ 2,9 Milliarden Euro), laufende Übertragungen (– 4,4 Milliarden Euro) sowie Ergänzungen zum Außenhandel (– 0,9 Milliarden Euro) schloss – nach vorläufigen Berechnungen der Deutschen Bundesbank – die Leistungsbilanz im Januar 2010 mit einem Überschuss von 3,6 Milliarden Euro ab. Im Januar 2009 hatte die deutsche Leistungsbilanz einen Aktivsaldo von 3,2 Milliarden Euro ausgewiesen.

In die Mitgliedstaaten der Europäischen Union wurden im Januar 2010 Waren im Wert von 40,8 Milliarden Euro (– 1,1%) versandt und Waren im Wert von 35,7 Milliarden Euro von dort bezogen. Gegenüber Januar 2009 nahmen die Versendungen in die EU-Länder um 1,1% ab und die Eingänge aus diesen Ländern um 0,5% zu. In die Länder der Eurozone wurden im Januar 2010 Waren im Wert von 28,0 Milliarden Euro (– 2,1%) geliefert und Waren im Wert von 25,4 Milliarden Euro (– 1,5%) aus diesen Ländern bezogen. In die EU-Länder, die nicht der Eurozone angehören, wurden im Januar 2010 Waren im Wert von 12,9 Milliarden Euro (+ 1,2%) ausgeführt und Waren im Wert von 10,3 Milliarden Euro (+ 5,8%) von dort eingeführt.

In die Länder außerhalb der Europäischen Union (Drittländer) wurden im Januar 2010 Waren im Wert von 23,1 Milliarden Euro exportiert und Waren im Wert von 20,3 Milliarden Euro aus diesen Ländern importiert. Gegenüber Januar 2009 nahmen die Exporte in die Drittländer um 2,5% zu und die Importe von dort um 4,6% ab.


Gefunden bei augsburger-allgemeine.de:

Verlag Weka Media entlässt 25 Mitarbeiter

12.03.2010 05:19 Uhr

von Anton Schlickenrieder

Kissing Den fünf Geschäftsführern, die Ende Januar gehen mussten, sind nun bei der Weka Media GmbH & Co. KG 25 weitere Mitarbeiter gefolgt. Dies teilt Geschäftsführer Werner Pehland auf Anfrage mit. Die Reorganisation am Standort Kissing sei noch nicht abgeschlossen, der Betriebsrat aber von Anfang an involviert gewesen.

Betroffen seien insgesamt 25 Arbeitnehmer aus den Unternehmensbereichen PC Bau & Kommune sowie Weka Service. Auch das Kissinger Medienunternehmen sei von den Folgen der wirtschaftlichen Krise betroffen und habe mit einer Portfolio-Reduktion in den Segmenten Handwerk und Altenpflege notwendige Gegenmaßnahmen getroffen. Die Kündigungen seien betriebsbedingt und daher leider unvermeidbar, so Pehland.

Blanca Eder, die Betriebsratsvorsitzende (Weka Medien und Weka Service), erzählt von ihren Bemühungen gemeinsam mit ihrem Stellvertreter Josef Mieslinger, den ursprünglich auf bis zu 55 Vollzeitstellen (70 „Köpfe“) angesetzten Schnitt auf jetzt 25 reduziert zu haben. Zudem ist sie sehr zufrieden damit, eine laut Sozialplan mögliche Abfindungsquote auf Höhen zu schrauben, die ein gutes Stück über der gesetzlich vorgeschriebenen liegen. „Da kommt bei manchem Kollegen, der gehen muss, schon ein Sümmchen zusammen“, sagt sie.

Froh ist sie aber auch, die ursprünglich für 2009 angedachten Kündigungen bis jetzt Ende Februar aufgeschoben zu haben. Denn Firmengründer Werner Mützel hat zwischenzeitlich nicht nur die fünf Geschäftsführer entlassen, sondern auch Werner Pehland zurückgeholt. Pehland betont: „Um auch in Zukunft wettbewerbsfähig zu bleiben, passt Weka seine Organisationsstruktur den geänderten Rahmenbedingungen an. Dazu zählen Restrukturierungen ebenso wie Investitionen in neue Geschäftsfelder, Produkte und Dienstleistungen, besonders im Online-Bereich.“

Die Weka-Firmengruppe beschäftigte im Jahr 2009 bei einem Umsatz von 210 Millionen Euro 1250 Mitarbeiter. Das Geschäftsvolumen ist seit 2008 leicht gesunken (minus zwölf Millionen Euro), die Zahl der Mitarbeiter leicht gewachsen (plus 31).

letzte Änderung: 12.03.2010 – 08:20 Uhr


Gefunden bei maerkischeallgemeine.de:

13.03.2010 - WIRTSCHAFT: Krise schlägt auf den Magen

Wurstlieferant reduziert Mitarbeiter am Standort Linthe

LINTHE – Wo Zimbo dran steht ist inzwischen nicht mehr Zimbo drin. Das trifft zumindest auf das Domizil des Fleisch- und Wurstwarenproduzenten im Linther Gewerbegebiet zu. Zwar gehört die Immobilie nach wie vor der Firma Zimbo. Eingemietet haben sich jedoch dort seit August 2008 die Fresh Food Services GmbH & Co. KG (FFS) sowie deren Subunternehmen.

Sie konfektionieren und lagern Fleisch- und Wurstprodukte und liefern diese als Großhändler an mittelständische Geschäfte wie Fleischereien, Bäcker oder Betriebskantinen in den neuen Bundeländern und Berlin aus.

Die Firma FFS mit Hauptsitz in Bochum beschäftigte bislang insgesamt 320 Mitarbeiter. Dem Standort Linthe sind 155 – davon 50 im Zetrallager – zugeordnet. 22 von ihnen erhielten nun die Kündigung und müssen gestaffelt bis August gehen. Das trifft zudem zehn bis zwölf Beschäftigte, die beim Subunternehmen angestellt waren. Die Veränderungen in der Betriebsstruktur bestätigte FFS-Geschäftsführer Rainer Seifert gestern auf Nachfrage der MAZ. Demnach habe FFS nun ein neues Subunternehmen gebunden. Womöglich werden von diesem einige Mitarbeiter übernommen. Konkrete Vereinbarungen gebe es dazu aber nicht, so Seifert. Er verweist auf den durch die allgemeine Krise bedingten Auftragsrückgang im Jahr 2009. „Wir haben keine schwarzen Zahlen geschrieben“, sagt der Geschäftsführer. Daher müsse die Betriebsstruktur nun angepasst werden.

Gerüchte, wonach künftig Leiharbeiter aus Tschechien in Linthe tätig sein sollen, wies Seifert gegenüber der MAZ klar zurück. „Das liegt nicht im Sinne unserer Firma.“

Insgesamt wolle FFS am Standort Linthe festhalten. Dort befindet sich das Zentrallager für Frischeprodukte. Der zweite Standort liegt im Ruhrgebiet, wo ein Lager für Tiefkühlprodukte arbeitet. (Von Thomas Wachs)


“Deal or no-deal” ist man geneigt zu fragen… Nachdem einige englischsprachige Zeitungen (u.a. der englische Guardian) gestern Abend berichteten, dass die EU angeblich einen Bailout-Plan beschlossen hat, in dem Deutschland eine “Schlüsselrolle” zukommt (Zitat: “Germany, the EU’s traditional paymaster“), trudeln jetzt die ersten (hilflos wirkenden) Dementis aus Berlin ein, z.B. auf reuters.com… Ich habe mal beide Artikel angehängt.

Gefunden bei guardian.co.uk (Hervorhebungen von mir hinzugefügt):

Greece debt: EU agrees bailout deal

Exclusive: Germany plays pivotal role in potential eurozone rescue package for Greek debts

Ian Traynor in Brussels

guardian.co.uk, Friday 12 March 2010 16.37 GMT

The eurozone has agreed a multibillion-euro bailout for Greece as part of a package to shore up the single currency after weeks of crisis, the Guardian has learnt.

Senior sources in Brussels said that Berlin had bowed to the bailout agreement despite huge resistance in Germany and that the finance ministers of the “eurozone” – the 16 member states including Greece who use the euro – are to finalise the rescue package on Monday. The single currency’s rulebook will also be rewritten to enforce greater fiscal discipline among members.

The member states have agreed on “co-ordinated bilateral contributions” in the form of loans or loan guarantees to Greece if Athens finds itself unable to refinance its soaring debt and requests help from the EU, a senior European commission official said.

Other sources said the aid could rise to €25bn (£22.6bn), although it is estimated in European capitals that Greece could need up to €55bn by the end of the year.

Germany, the EU’s traditional paymaster, but the most reluctant to come to the rescue of a fiscal delinquent in the current crisis, has played the pivotal role in organising the rescue package, the sources added.

“There have been quite intensive preparations under the eurogroup. We have the ways and means to do it,” said the senior official, asking not to be named because of the subject’s sensitivity.

“It will be a co-ordinated approach of bilateral contributions [between EU governments] … A bilateral contribution can be a loan or a loan guarantee. The guarantees will facilitate the kind of funds potentially needed in this context.”

The rules governing the operation of the single currency proscribe a bailout for a country on the brink of insolvency. Berlin, in particular, has been worried that any bailout of Greece could be challenged in its constitutional court.

The senior official said the agreement – which will not involve any contribution from the UK taxpayerhad been tailored to respect the bailout ban and avoid a supreme court challenge in Germany.

Alongside the financial relief package for Greece, the European commission is rushing through tougher rules for the eurozone, using powers conferred by the recently enacted Lisbon treaty to try to establish a system of rigorous “budgetary surveillance” of all 16 participating countries. The aim is a new regime of “reinforced economic policy co-ordination” in the EU.

“This is the essential lesson that has to be learned from the Greek case,” Olli Rehn of Finland, the new commissioner for economic and monetary affairs, told the Guardian (and four other European papers).

“The Greek case is a potential turning point for the eurozone,” said Rehn in the interview. “If Greece fails and we fail, this will do serious and maybe permanent damage to the credibility of the European Union. The euro is not only a monetary arrangement, but a core political project of the European Union … In that sense, we are at a crossroads.”

While ready to bail out the Greeks if only on terms of “rigorous conditionality”, European leaders are hoping that the rescue will not be needed, that the draconian package of austerity measures announced by Prime Minister George Papandreou will be enough to calm the markets and stabilise the euro.

EU leaders are to rule next week on whether Papandreou is doing enough to slash the 12.7% budget deficit by four percentage points this year, part of his ambition to cut the deficit by 10 points over three years.

Rehn said he would unveil new proposals next month, enshrining a new single currency regime of “rigorous surveillance of national budgets” and that Eurostat, the EU’s statistical agency, would need to be given formidable new auditing powers over the books of eurozone member states, a demand that may be resisted by EU governments.

“That’s the hard core of our proposal. [The surveillance] should be automatic,” said Rehn. “We have an immediate corrective instrument for the Greek case, plus another framework to prevent new Greek crises.”

Inside the commission, officials are confident that Wolfgang Schäuble, the German finance minister, supports the tough new regime being plotted. Schäuble, who uses a wheelchair and is currently in hospital, and will not attend key meetings in Brussels on Monday and Tuesday.

Schäuble enjoys a longstanding reputation as a European integrationist and is said to have played a central role in shaping the Greek bailout plans despite widespread hostility to any such moves in Germany.

Over the past week, he has sparked a major debate by calling for a European Monetary Fund to underpin the currency, and yesterday stoked more controversy by proposing that serial sinners in the eurozone could be expelled from the single currency club.

The EMF concept is for the long-term and a new rule enabling expulsion from the euro club would require the Lisbon treaty to be re-opened, a nightmare for most after labouring over it for almost nine years.

While senior figures in Brussels believe that Chancellor Angela Merkel and Schäuble are intensely serious about establishing an EMF, they also suspect they are using the idea to assuage hostile public opinion in Germany and “prepare a short-term fire brigade operation for Greece”.

Gefunden bei reuters.com:

UPDATE 2-Germany unaware of Greek bailout, EU says no deal done

Sat Mar 13, 2010 5:56am EST

* Paper reports euro zone agrees bailout plan for Greece

* German FinMin says unaware of such a plan

* European Commission says no deal has been concluded

* Rehn to seek new auditing powers for Eurostat in euro zone

(Adds EU Commission comment)

BRUSSELS, March 13 (Reuters) – Germany’s Finance Ministry said on Saturday it was not aware of any agreement by euro zone members to bail out heavily indebted Greece, and the European Union’s executive said no such deal had been concluded.

The statements followed a report by Britain’s Guardian newspaper that a multi-billion euro bailout for Greece had been agreed as part of a package to support the euro.

The paper quoted a senior European Commission official as saying the 16 euro zone members had agreed on “coordinated bilateral contributions” in the form of loans or loan guarantees if Athens was unable to refinance its debts and called on the EU for help.

Asked whether a deal had been concluded on financial support for Greece, European Commission spokesman Jonathan Todd said: “The Commission stands ready to act if necessary. Technical work is ongoing and has not yet been concluded. All the rest is speculation.”

A German ministry spokesman said he could not believe the newspaper report was correct.

“We are not aware that this is being planned,” he said, adding that Greece had not requested any aid. “Greece is implementing its (savings) programme and we expect that it will manage it alone.”

The reports come ahead of a meeting of finance ministers on Monday, which officials have told Reuters would praise Greek austerity efforts and discuss a support mechanism that Athens could use to finance its borrowing needs if necessary.

Euro zone policymakers have been debating the issue of possible financial aid for Greece for more than a month, but have so far provided only words of support. Germany, key to any deal, has resisted appeals to promise aid.

The Guardian said agreement on a package had been reached despite strong resistance by Berlin. Berlin had played the pivotal role in organising the deal, the paper quoted other sources as saying.

Euro zone finance ministers will finalise the package on Monday, the paper said.

The aid to be made available by the bailout could reach 25 billion euros, the paper quoted its sources as saying. Greece’s borrowing needs for the whole of 2010 total 53.2 billion euros.

DEBT BURDEN

Greece, labouring under a crippling debt burden, announced a 4.8 billion euro package of austerity measures last week designed to reduce its budget deficit to 8.7 percent of GDP this year from 12.7 percent in 2009.

That has helped to ease markets’ nerves and bring down the high premium over benchmark European bonds it has to pay to raise funds from a high of more than 400 basis points in January.

The bailout “will be a coordinated approach of bilateral contributions … a bilateral contribution can be a loan or a loan guarantee. The guarantees will facilitate the kind of funds potentially needed in this context,” the Guardian quoted the senior Commission official as saying.

The agreement has been tailored to avoid breaking the ban in the rules governing the operation of the euro currency, on a bailout for a country on the brink of bankruptcy, and to avoid a challenge by Germany’s supreme court, the official said.

The Commission is also rushing through tougher rules for the euro zone to set up rigorous “budgetary surveillance” of the 16 member states, the Guardian said. Greece has in the past provided the European Union with misleading economic statistics.

“The Greek case is a turning point for the euro zone,” the Guardian also quoted EU Economic and Monetary Affairs Commissioner Olli Rehn as saying in an interview with it and other European papers.

“If Greece fails and we fail, this will do serious and maybe permanent damage to the credibility of the European Union. The euro is not only a monetary arrangement but a core political project of the European Union … in that sense we are at a crossroads.”

Rehn said he would propose next month a regime of “rigorous surveillance of national budgets” including giving Eurostat, the EU statistics agency, big new auditing powers over the accounts of euro zone member states. (Reporting by Tim Pearce in London, Pete Harrison in Brussels and Volker Warkentin in Berlin, Writing by Sarah Marsh; Editing by Patrick Graham)


Hoffentlich der letzte Artikel dieser Art für heute… :-(

Gefunden wiederum bei augsburger-allgemeine:

Konkurs im Baugeschäft

11.03.2010 18:55 Uhr

von joshena diessenbacher

Augsburg Für die Mitarbeiter war es ein Schock: Die Augsburger Firma Reisch-Bau musste Insolvenz anmelden. Als Grund nennt Geschäftsführerin Christine Reisch einen Umsatzeinbruch von rund 500 000 Euro letztes Jahr im Zuge der Wirtschaftskrise.

47 Beschäftigte sind von der Schließung betroffen. Jetzt kommt es für Karl Bauer von der Industriegewerkschaft Bauen-Agrar-Umwelt (IGbau) und den Betriebsrat der Firma darauf an, die betroffenen Mitarbeiter zu vermitteln. Vier von fünf Lehrlinge seien schon in anderen Betrieben untergekommen. Ebenso einige der Mitarbeiter. Aber für einen großen Teil der Arbeiter sei man noch in Kooperation mit dem Arbeitsamt auf der Suche. „Die schlechten Witterungsbedingungen sind dabei von Nachteil“, so Bauer.

Arbeiten der Firma in Augsburg sind beispielsweise die Umgestaltung und Sanierung des Stadtmarktes mit Brunnenplatz oder die Außenanlagen der Fachhochschule und des Finanzamtes.

Die Insolvenz der Traditionsfirma sei ein großer Verlust für die Augsburger Baubranche, unterstreicht Gewerkschafter Karl Bauer. Wegen des harten Preiskampfes in der Branche müssten nach und nach kleinere Betriebe schließen. „Reisch-Bau hat immer gute Arbeit geleistet und auch viel für die Stadt gearbeitet.“ Überdies blicke Reisch-Bau auf eine fast hundertjährige Betriebsgeschichte zurück und viele Mitarbeiter seien schon seit 40 Jahren bei der Firma beschäftigt. „Viele Beschäftigte sind vor den Kopf gestoßen, vor allem, weil sie wegen der Schwierigkeiten der Firma in den letzten Jahren schon Lohnzugeständnisse gemacht haben“, so Bauer. Es handle sich um kompetente Arbeiter, die jahrzehntelang bei jedem Wetter draußen gearbeitet haben. Gestern erläuterte Geschäftsführerin Christine Reisch gegenüber unserer Zeitung, dass sie keine andere Möglichkeit mehr gesehen habe.

letzte Änderung: 11.03.2010 – 18:55 Uhr


Und noch eine Insolvenz-Meldung – gefunden bei schwarzwaelder-bote.de:

NAGOLD

Nagold – Gurtweberei Schickhardt meldet Insolvenz an

Ebhausen – Die Auswirkungen der Wirtschaftskrise haben mit der Band- und Gurtweberei Schickhardt nun einen der größten Arbeitgeber Ebhausens in Zahlungsnöte gebracht. Das Unternehmen hat Insolvenz angemeldet, hofft aber auf die Fortführung des Betriebs, von dem 60 Arbeitsplätze abhängen.

Die wirtschaftlichen und finanziellen Schwierigkeiten der Schickhardt GmbH kamen nicht völlig überraschend. Sie hatten sich in den vergangenen Wochen und Monaten abgezeichnet. So hat das tarifgebundene Unternehmen erst kürzlich mit der Gewerkschaft IG Metall eine Vereinbarung getroffen, weil es Urlaubs- und Weihnachtsgeld vorerst nicht zahlen konnte. Im Gegenzug sollten die Mitarbeiter nach Gewerkschaftsangaben eine Beschäftigungsgarantie bis Ende 2010 erhalten.

Situation nur eine bestimmte Zeit lang standhalten

Die Firma Schickhardt musste nach Angaben von Geschäftsführer Hans-Dieter Schirmer 2009 einen Einbruch beim Umsatz von rund 25 Prozent hinnehmen. Der liege in normalen Jahren bei rund fünf Millionen Euro. »Dies ist durch die Wirtschaftskrise bedingt«, sagte Schirmer. Ein mittelständisches Unternehmen könne dieser Situation nur eine bestimmte Zeit lang standhalten: »Dann ist irgendwann mal das Geld für den laufenden Betrieb weg.«

Schickhardt ist ein Unternehmen der Textilbranche und stellt Gurte für unterschiedlichste Einsatzbereiche her – angefangen von Gurten für Rollläden, über Helme bis hin zum Einsatz im Bereich Maschinen und Anlagenbau.

Die Anmeldung der Insolvenz bezeichnete Schirmer als »Flucht nach vorn«. Ziel sei es, das Unternehmen fortzuführen, bekräftigte der Geschäftsführer. Die derzeitige Auftragslage sei zufriedenstellend, die Entwicklung verhalten positiv. Das letzte Wort habe hier aber freilich der Insolvenzverwalter. Das Amtsgericht Tübingen hat Rechtsanwalt Jürgen Sulz aus Reutlingen zum vorläufigen Insolvenzverwalter bestellt.

Sulz war gestern für eine Stellungnahme nicht zu erreichen. Er wird am morgigen Freitag zu einer Betriebsversammlung in das Ebhauser Unternehmen kommen, um die Mitarbeiter über die aktuelle Situation und die Zukunftsaussichten zu informieren.

Auch die IG Metall ist aktiv geworden. Die Gewerkschaftssekretärin Violetta Garzanti hat sich gestern mit dem Betriebsrat von Schickhardt beraten, wie die Interessen der Beschäftigten am besten wahrgenommen werden können – unter anderem auch wegen der offenstehenden Sonderleistungen. Mehr als die Hälfte der Schickhardt-Mitarbeiter sind laut Garzanti gewerkschaftlich organisiert.

Als »schweren Schlag« bezeichnete Ebhausens Bürgermeister Volker Schuler die Nachricht von der Schickhardt-Insolvenz. Die Firma sei ein wichtiger Arbeitgeber in der Gemeinde. Das treffe einen doppelt hart, zumal es in Ebhausen nicht so viele Firmen gebe. »Ich hoffe, dass das Unternehmen fortgeführt werden kann«, sagte Schuler.

Von Markus Katzmaier

11.03.2010 – aktualisiert am 11.03.2010 16:59


Gefunden bei augsburger-allgemeine.de:

Ruku schrumpft weiter

11.03.2010 05:15 Uhr

Illertissen – Lange war es befürchtet worden: Bei Ruku müssen etliche Beschäftigte gehen. Wie Insolvenzverwalter Hans-Jörg Derra gestern verkündete, werden 40 Mitarbeiter mit sofortiger Wirkung entlassen, 31 weitere werden freigestellt.

Das heißt, die haben ihre Arbeit verloren, bleiben aber noch bis zum Ablauf ihrer Kündigungsfrist beim Unternehmen angestellt. In der Insolvenz ist die Zeit allerdings auf maximal drei Monate begrenzt. Ihr Einkommen bezahlt hauptsächlich die Arbeitsagentur.

Mit den verbliebenen 83 Beschäftigten will das renommierte Unternehmen weiterproduzieren. „Ruku wird fortgeführt“, versprach Derra gestern vor der Presse. Damit schrumpft die Firma weiter: Vor Kurzem war der Bereich Klappmöbel und Saunen ausgegliedert worden. Er wird als „Ruku Manufaktur“ vom ehemaligen Prokuristen Gotthard Balles und seinem Schweizer Partner weitergeführt. Übrig geblieben ist der Produktionsbereich, mit dem das Illertisser Traditionsunternehmen bekannt geworden ist, die Fertigung von Toren und Türen.

Um überhaupt weitermachen zu können, sei der Personalabbau unumgänglich gewesen, erklärte der Ulmer Insolvenzverwalter. „Das ist bedauerlich, aber nicht zu ändern“, sagte der Anwalt. Andernfalls hätte es passieren können, dass man das Unternehmen in zwei bis drei Monaten hätte dichtmachen müssen. Als Grund für die Entwicklung führte er vor allem die wetterbedingt mäßige Nachfrage in der Baubranche an. Übers Jahr gesehen, gleiche sich die zwar wieder aus, aber ein Unternehmen in der Insolvenz habe keinen so langen Atem, die Mittel der Gläubiger dürften nicht verpulvert werden. Allerdings sieht Derra Hoffnungszeichen, denn die Auftragslage ziehe bereits wieder an. „Ich bin zuversichtlich, dass wir jetzt klarkommen.“ Mit den verbliebenen Mitarbeitern könne das Geschäft noch bewältigt werden, er will aber nicht ausschließen, dass trotzdem noch „jemand zurückgeholt werden muss.“

Sehr vorsichtig äußerte sich Derra zur Zukunft des Unternehmens. Er habe mit Interessenten sehr intensiv gesprochen, sie stünden bereit für abschließende Verhandlungen: „Eigentlich denke ich, dass es funktionieren sollte.“ Näheres wollte er dazu nicht sagen.

Die Arbeitnehmervertretung gab sich etwas optimistischer. Franz Marksteiner, stellvertretender Betriebsratsvorsitzender, sagte klar: „Wir sind sehr zuversichtlich.“ Grundsätzlich beschrieb er seine Gefühlslage zurückhaltend als realistisch: „Wir sind im sechsten Monat insolvent, da macht man keine Freudensprünge. Wir haben schon lustigere Tage gesehen.“ Wie die Stimmung in der Firma sei? „Die Mannschaft steht voll zum Betrieb.“

Unternehmen hat wieder Luft

Günter Frey, Gewerkschaftssekretär der IG Metall Neu-Ulm/Günzburg lobte den Einsatz des Insolvenzverwalters für das Unternehmen. Es sei sehr positiv, dass er so intensive Gespräche zum Fortbestand von Ruku führe. Die Alternative wäre andernfalls die Schließung. Durch den Teilverkauf habe Ruku wieder mehr Luft.

Wie berichtet, haben Prokurist Balles und der Schweizer Ruku-Verkäufer Pius Engel die Produktion der Bierbänke und Saunen aus dem Gesamtunternehmen herausgekauft. Damit sicherten sie in Illertissen 51 Arbeitsplätze und stellten sogar in Aussicht, möglicherweise aufzustocken, weil das Geschäft sehr gut gehe. Der übrig gebliebene Türen- und Torbereich gilt wegen einer Vielzahl an Produkten sowie einem hohen Finanzierungsbedarf als schwerer zu veräußern. (hip)


Gefunden bei freiepresse.de:

Kultusministerium muss 38 Millionen Euro sparen

Weniger Geld unter anderem für Schulen in freier Trägerschaft

Dresden (ddp-lsc). Auch das Kultusministerium muss wegen sinkender Steuereinnahmen des Freistaats im aktuellen Haushalt drastisch sparen. Kultusminister Roland Wöller (CDU) sagte am Donnerstag in Dresden, dass seinem Ressort rund 38 Millionen Euro weniger zur Verfügung stünden. Diese Summe setze sich zusammen aus 18,4 Millionen Euro Haushaltssperre sowie 20 Millionen Euro an zusätzlichen Ausgaben für Kindertagesstätten. “Wir versuchen, die Summe vor allem durch geringere Ausgaben an anderer Stelle aufzufangen”, betonte Wöller. Keinesfalls werde es Abstriche bei der Absicherung des Unterrichts oder beim Schulhausbau geben.

Nach vorläufiger Einschätzung zeichne sich ab, dass in diesem Jahr vor allem im Bereich Schulen in freier Trägerschaft deutlich weniger Geld benötigt werde als bei der Aufstellung des vergangenen Haushaltes absehbar gewesen sei. Grund dafür seien die weiter zurückgehenden Schülerzahlen an den Berufsbildenden Schulen. Voraussichtlich werden hierfür nach Angaben Wöllers 15 Millionen Euro weniger benötigt als ursprünglich geplant. Auch in dem für Eltern beitragsfreien letzten Kindergartenjahr würden drei Millionen Euro weniger gebraucht als veranschlagt.

Bei den sächlichen Verwaltungsausgaben innerhalb der Schulverwaltung sollen ebenfalls rund drei Millionen Euro weniger ausgegeben werden, hieß es. Bei Reisekosten, Fortbildungen und Veröffentlichungen gelte eine grundsätzliche Sperre von 25 Prozent. Ausgenommen seien Schulfahrten. Bei den Ganztagesangeboten werde der Etat voraussichtlich von 30 auf etwa 26 Millionen Euro reduziert. Damit entspreche die Summe in etwa den tatsächlichen Ausgaben vom vergangenen Jahr. Einschnitte werde es hingegen im Bereich der Weiterbildung geben müssen, wo das Budget um etwa 700 000 auf sechs Millionen Euro gekürzt werde.

Rückendeckung bekam Wöller für seine Kürzungspläne erwartungsgemäß vom bildungspolitischen Sprecher der CDU-Fraktion, Thomas Colditz. “So bedauerlich die Kürzungen sind, der Kultusminister hat mit seinen Sparvorschlägen die richtigen Schwerpunkte gesetzt”, sagte er. Kürzungen bei den beruflichen Privatschulen seien wegen des “dramatischen Schülerrückgangs” verkraftbar. Die Einschnitte bei der Finanzierung von Ganztagsangeboten seien dagegen schmerzlich.

Die Grünen forderten dagegen mehr Transparenz bei den geplanten Einsparungen. Die bildungspolitische Sprecherin der Fraktion, Annekathrin Giegengack, verlangte von Wöller klare Aussagen, welche Schulen von den Einschränkungen der Ganztagsangebote konkret betroffen seien und welche Angebote der Weiterbildung in den Volkshochschulen nicht mehr aufrechterhalten werden könnten, welche Stellen wegfielen. Wöller solle in der Ausschussitzung am kommenden Montag die Kriterien der Mittelkürzung und die konkreten Auswirkungen offenlegen, damit eine Diskussion über die tatsächlichen Konsequenzen erfolgen könne, sagte Giegengack.

Der bildungspolitische Sprecher der FDP-Fraktion, Norbert Bläsner, betonte: “Auch wenn die Einsparungen im Bereich des Kultusministeriums schmerzlich sind, so zeigt sich dennoch, dass bei der Wahl der Maßnahmen die Sicherung der Qualität vorderstes Ziel war.” Trotz der schwierigen Haushaltssituation werde damit sichtbar, dass für die Staatsregierung die Bildungspolitik in Sachsen wichtig ist. Für die anstehenden Haushaltsberatungen müssten nun klare Prioritäten gesetzt werden. “Wir dürfen bei der Qualität der Bildung nicht sparen”, mahnte er.

Finanzminister Georg Unland (CDU) hatte Anfang Januar aufgrund der sinkenden Steuereinnahmen eine Haushaltssperre für alle Ressorts verhängt. Insgesamt 190,8 Millionen Euro muss die Staatsregierung in diesem Jahr einsparen.

(ddp)

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Interessantes Details aus nachfolgendem Artikel: die Insolvenz wurde notwendig, weil das Unternehmen 3 Millionen EUR nicht finanziert bekam. Gefunden bei dorstenerzeitung.de:

Finanzieller Engpass

Hötten GmbH stellt Antrag auf Insolvenz

Von Stefan Diebäcker am 3. März 2010 21:34 Uhr

WULFEN Seinen Optimismus und Enthusiasmus hat Hans-Jürgen Kokot nicht verloren. Dabei macht der Geschäftsführer der Hötten GmbH gerade schwierige Zeiten durch. Denn das Maschinenbauunternehmen aus Wulfen hat Insolvenz angemeldet.

Seit Jahren verkündet Hans-Jürgen Kokot in schöner Regelmäßigkeit Erfolgsmeldungen. Immer dann, wenn wieder ein Millionenauftrag unter Dach und Fach ist. So soll es weitergehen, denn “die Bücher sind voll”, sagt der 58-Jährige. Das Auftragsvolumen: 32 Mio. Euro. Und doch hat das Traditionsunternehmen Probleme bekommen.

Nicht, weil die Kunden aus Osteuropa, Afrika und Asien nicht zahlen würden. Sondern weil die Hötten GmbH zuletzt drei Millionen Euro nicht finanziert bekam. “Uns geht es da nicht besser als vielen anderen mittelständischen Unternehmen”, meint Kokot lapidar. “Da sind wir machtlos, aber wir versuchen gerade, auf der Verbindlichkeitenseite Korrekturen anzubringen und Folgeaufträge zu bekommen.” Was das konkret bedeutet, will Kokot derzeit nicht sagen. Schließlich möchte er auch der Konkurrenz möglichst wenig Informationen an die Hand geben.

Stimmung in der Belegschaft zwiespältig

Dass es am Burenkamp weitergeht, steht für Kokot jedenfalls außer Frage. Selbst wenn es aus seiner Sicht wenig Sinn macht, in der augenblicklichen finanziellen Not mit anderen Banken über Geld zu reden. “Bis das ausverhandelt wäre, lebe ich nicht mehr.”

Die Stimmung in der über 130-köpfigen Belegschaft, darunter viele Auszubildende, sei zwar zwiespältig, aber der Geschäftsführer ist überzeugt, dass der einstige Bergbauzulieferer mit einer langfristigen Strategie noch viele Jahre “sehr stabil arbeiten” kann. www.hoetten.de


Gefunden bei insolvenz-ratgeber.de:

04.03.10

Motorradfahrer- Ausstatter baehr Technologie ist insolvent

Die baehr Technologie Gmbh& Co Kg stellte Antrag auf Eröffnung des Insolvenzverfahrens. Das 1989 gegründete Unternehmen produziert und vertreibt Helme, Kommunikationstechnik, Sitze und Navigationsausrüstung für Motorradfahrer.

Das zuständige Amtsgericht in Pirmasens bestellte Dipl.-Volkswirt Helmut Hopmeier zum vorläufigen Insolvenzverwalter.

1 IN 27/10 : In dem Insolvenzantragsverfahren über das Vermögen der baehr Technologie GmbH & Co. KG, North Carolina Avenue 5 – 7, 66953 Pirmasens (AG Zweibrücken, HRA 30235),

vertr. d.: 1. baehr Geschäftsführungs GmbH, North Carolina Avenue 5 – 7, 66953 Pirmasens, (persönlich haftende Gesellschafterin),
vertr. d.: 1.1. Manfred Bähr, North Carolina Avenue 5 – 7, 66953 Pirmasens, (Geschäftsführer),
vertr. d.: 1.1.1. Stefan Willibald Voit, North Carolina Avenue 5 – 7, 66953 Pirmasens, (Geschäftsführer)

ist am 02.03.2010 die vorläufige Verwaltung des Vermögens der Antragstellerin angeordnet worden.

Verfügungen der Antragstellerin sind nur mit Zustimmung des vorläufigen Insolvenzverwalters wirksam. Zum vorläufigen Insolvenzverwalter ist Dipl.-Volkswirt Helmut Hopmeier, Berliner Ring 31, 66955 Pirmasens, Tel.: 06331-24800, Fax: 06331-78513 bestellt worden.

Amtsgericht Pirmasens

Pirmasens


Die geplanten Haushalts-Kürzungen im Sozialbereich rufen die Sozialverbände auf den Plan. Ob’s was bringt? Gefunden bei neues-deutschland.de:

Von Hendrik Lasch, Dresden 11.03.2010 / Inland

Wolfsprinzip im Haushaltsstreit

In Sachsen wächst der Protest gegen Kürzungen im Sozialbereich. Und es beginnen die Verteilungskämpfe

In Sachsen stehen harte Debatten um den Sparkurs der CDU/FDP-Regierung bevor. Gestern protestierten Vertreter von Jugend- und Sozialverbänden vorm Landtag. Lokalpolitiker spielen derweil Jugendliche gegen Wölfe aus.

Lupus est homo hominem, schrieb der römische Dichter Plautus: Dem Menschen ist der Mensch ein Wolf. In Sachsen muss die Redewendung nun umgeschrieben werden: Auch dem Wolf ist der Mensch ein Wolf – besonders wohl, wenn er in Gestalt von Kommunalpolitikern auftritt. So fordern zwei Landräte und drei Rathauschefs in der Lausitz, die Gelder für Wolfsprojekte in der Region zu streichen. Deren Mitarbeiter beobachten die zuletzt sechs in der Lausitz ansässigen Wolfsrudel, kümmern sich um Kontakte zu den Landwirten, denen hin und wieder Schafe gerissen werden, oder veranstalten Projekttage für Schüler.

Ein leeres Holzgerüst

Den Kürzeren sollen die Wölfe nach Ansicht der Lokalfürsten gegenüber Jugendlichen der Region ziehen. Angesichts hoher Steuerausfälle streicht der Freistaat derzeit im Bereich der Jugend- und Sozialarbeit. Die Jugendpauschale von 14,30 Euro pro Kopf, die an die Kommunen überwiesen wird, soll um ein Drittel gekürzt werden. Viele Vereine und Träger fürchten, ihre Arbeit nicht mehr fortsetzen zu können. In Zeiten derart knapper Kassen, so Bautzens CDU-Landrat Michael Harig, seien Jugendliche »erst einmal wichtiger als Wölfe«.

Während auf diese Weise bereits

die Verteilungskämpfe um die zunehmend knapper werdenden Mittel beginnen, protestierten vor dem Landtag in Dresden gestern rund 4000 Betroffene gegen die Sparpläne – ironischerweise vor einem noch leeren Holzgerüst. An dem neun Meter hohen Gestell wollen Landtagspräsident und Staatskanzleichef heute zum Gedenken an den 20. Jahrestag der Gründung des Freistaates ein Transparent enthüllen: »Hier bestimmen Sie.«

Gestern war der Rahmen leer – Sinnbild dafür, wie stark die Demonstranten noch mitbestimmen können. CDU-Sozialministerin Christine Clauß, auf Plakaten gestern als »Graus« bezeichnet, verteidigte erneut den Kahlschlag in ihrem Ressort, in dem dieses Jahr mit 25 Millionen Euro ein Großteil der frei verfügbaren Mittel gestrichen werden sollen. CDU-Fraktionschef Steffen Flath hatte die Ankündigung noch massiverer Streichungen von jeweils 1,7 Milliarden Euro in den nächsten Jahren mit der nüchtern-achselzuckenden Feststellung verbunden, es werde massive Proteste geben. Ein Einlenken ist jedoch offenbar nicht vorgesehen.

Die Opposition nennt die Kürzungen, gegen die Gewerkschaften ebenso wie Wohlfahrtsverbände, kirchliche Träger oder Frauenorganisationen mobil machen, planlos. Sie weist darauf hin, dass 2010 zwar unter anderem bei der Jugendarbeit starke Einschnitte anstehen, die Gelder für den Straßenbau aber nicht nur in geplanter Höhe ausgegeben werden, sondern wegen explodierender Kosten bei Mammutprojekten wie dem Leipziger City-Tunnel und der Dresdner Waldschlösschenbrücke wohl aufgestockt werden müssen – zu Lasten etwa des Nahverkehrs. Die SPD hat inzwischen einen runden Tisch zum Thema Finanzen angeregt, auf dem sich die Landespolitik über Unverzichtbarkeiten und Prioritäten verständigen solle. Im Landtag versuchte die Opposition gestern noch einmal, die Kürzungen im Sozialresort abzuwenden, gegen die zuvor von den Demonstranten auch 25 000 Protestunterschriften übergeben worden waren. LINKE und SPD forderten in einem gemeinsamen Antrag, die »so in keiner Weise hinnehmbaren« Einschnitte zurückzunehmen und auch Suchthilfe, Beratungsangebote und das Freiwillige Soziale Jahr vor schwerwiegenden Einschnitten zu bewahren. In einem eigenen Antrag verlangten die Grünen, die Kürzungen zunächst bis zur Steuerschätzung im Mai auszusetzen.

Tillich wird herbeizitiert

In der Debatte nannte es Annekatrin Klepsch von der LINKEN eine »Farce«, dass bei der Jugendhilfe mit 7,7 Millionen Euro etwa so viel Geld eingespart werden soll, wie in den Ministerien durch die Schaffung neuer Posten an zusätzlichen Kosten entsteht. Bei einigen Trägern führten die pauschalen Kürzungen »direkt und mittelfristig in die Insolvenz«. Danach wurde die Debatte unterbrochen, weil auf Antrag der LINKEN zunächst der bis dahin abwesenden Ministerpräsident Stanislaw Tillich sowie Finanzminister Georg Unland herbeizitiert werden mussten.

Für die Wölfe in der Lausitz hat sich die Lage im übrigen zunächst entspannt. Deren Schutz sei »unsere Pflicht«, beschied Umweltminister Frank Kupfer (CDU) seine Parteifreunde in der Region. Das gelte vor allem für die Landkreise als untere Naturschutzbehörden, erinnerte er. Womöglich sind die Wölfe dennoch verärgert: Wie gestern in der »Sächsischen Zeitung« gemeldet wurde, ist ein Wolf in der Umgebung von Görlitz gesichtet worden – wo ein beteiligter Landrat und ein OB ihre Amtssitze haben.


Gefunden bei badische-zeitung.de:

Neue Eigner greifen durch

Peguform streicht 60 Jobs

Die Geschäftsleitung des Autozulieferers Peguform hat auf einer Betriebsversammlung bestätigt, dass sie beabsichtigt, in Bötzingen in größerem Umfang Personal abzubauen. Zunächst sollen 60, später möglicherweise mehr Arbeitsplätze eingespart werden.

Betriebsrat und Gewerkschaft IG BCE sind verärgert, weil sie sich hintergangen fühlen. Ihrer Ansicht nach sind die Entlassungen nicht notwendig.

Seit dem 1. Februar ist der frühere Magna-Manager Günther Heiden (40) Chef von Peguform Deutschland im operativen Geschäft. Der Österreicher verkündete am Montag auf einer Betriebsversammlung, was bereits zuvor durchgesickert war: Die Peguform-Mitarbeiter sollen – wieder einmal – bluten. Bis zum Jahresende wolle man sich von 60 Mitarbeitern in der Verwaltung trennen.

“Überkomplex organisierten Prozesse vereinfachen”

In der Entwicklung und dem Projektmanagement müsse ebenfalls gespart werden, wenn sich die Auftragslage nicht bessere. Im schlechtesten Fall, so räumte das Management ein, stünden insgesamt 95 Stellen zur Disposition. Wo genau in der Verwaltung Arbeitsplätze gestrichen werden sollen, sei noch nicht klar. “Wir stehen am Anfang”, erklärte Personalchef Werner Slawik (61).

Klaus Rinnerberger (46), Chef der Peguform Beteiligungsgesellschaft GmbH, weist darauf hin, dass die Zentrale bei den vorausgegangenen Stellenstreichungen verschont geblieben sei, jetzt müsse man dort die “teilweise überkomplex organisierten Prozesse” vereinfachen und zum Teil in die Zweigwerke verlagern. “Das ist nicht sinnvoll”, widerspricht Betriebsratsvorsitzender Gerd Amann. Die Volkswagen-Gruppe, von der Peguform zu 60 Prozent abhänge, verlange vielmehr “zentrale Verantwortlichkeiten”.

Zum sachlichen Einwand kommen bei Betriebsrat und Gewerkschaft Ärger über den Stil: Gerade erst habe man die Verlängerung des Haustarifvertrages bis Ende 2012 vereinbart, der den Peguform-Beschäftigten erneut durchschnittlich 6,7 Prozent Einkommensverzicht abverlange. Zur gleichen Zeit habe die Geschäftsleitung jedoch Personalabbau vorbereitet. “So geht Vertrauen verloren, das ist kein gutes Zeichen für eine vertrauensvolle Zusammenarbeit”, klagt Amann.

Heiden erklärte, der Umsatz am Standort Bötzingen solle von 80 auf 120 Millionen Euro im Jahr steigen. Aufträge, zum Beispiel für den Audi A8 seien da, weitere stünden vor der Realisierung. Im Jahr 2009 habe die deutsche Peguform mit 3500 Beschäftigten rund 700 Millionen Euro Umsatz und dabei über sieben Millionen Euro Verlust gemacht. Weltweit habe die Gruppe bei 1,1 Milliarden Euro eine “schwarze Null” geschrieben.


Was aus meiner “alten” Heimat… :-( Gefunden bei bild.de:

Maximail Postzustellung stellt Insolvenzantrag

Freitag, 26. Februar 2010, 20:00 Uhr

Darmstadt (dpa/lhe) – Die in Südhessen tätige Maximail Postzustellung GmbH & Co. KG in Darmstadt hat am Freitag beim Amtsgericht Insolvenz angemeldet.

Viele der elf Standorte arbeiteten defizitär, teilte der private Postzusteller mit. Seit August 2008 hätten monatlich bis zu 140 000 Euro zugeschossen werden müssen. Die Zustellung in schwach besiedelten Gebieten sei zu teuer. Kündigungen seien nicht geplant, das Geschäft solle bis zum Insolvenzverfahren weiterlaufen. Die 149 Mitarbeiter blieben erst einmal in vollem Umfang beschäftigt. Die Maximail GmbH & Co. KG sei nicht betroffen. Zwischen beiden bestehe nur eine vertragliche Zusammenarbeit.


Und weiter geht’s mit den Insolvenzen :-( Gefunden bei zdnet.de:

Deutscher Zubehörhersteller Jobo stellt Insolvenzantrag

Peter Marwan

10.03.10, 10:38 Uhr

Der Fotozubehörspezialist konzentrierte sich in den vergangenen Jahren auf digitale Bilderrahmen, Speicherkarten, Kartenleser und Kiosk-Systeme. Das Marktsegment wächst derzeit stark. Allerdings profitieren davon vor allem große Elektronikmarken.

Die Jobo AG hat beim Amtsgericht Köln einen Insolvenzantrag gestellt (Aktenzeichen 73 IN 104/10). Zum vorläufigen Insolvenzverwalter wurde der Kölner Rechtsanwalt Hans-Gerd Jauch bestellt. Das 1923 in Gummersbach gegründete Unternehmen hat sich einen Namen als Anbieter von Foto- und Fotolaborzubehör gemacht, seine Geschäftstätigkeit aber in den vergangenen Jahren auf digitale Bilderrahmen, Speicherkarten, Kartenleser und Kiosk-Systeme ausgedehnt. Der Schwerpunkt lag dabei auf digitalen Bilderrahmen.

Gründe für die wirtschaftlichen Schwierigkeiten hat die Jobo AG bisher nicht genannt. Im Markt für digitale Bilderrahmen, auf dem sich das Unternehmen stark engagierte, sehen alle Marktforscher einhellig ein großes Wachstum – teilweise um bis zu 70 Prozent. Harry Wang von Parks Associates hat aber auch festgestellt, dass die großen Marken diesen Bereich zwar noch nicht dominieren, aber auf Kosten der kleineren Konkurrenten Marktanteile gewinnen. Beispielsweise hätten im vergangenen Jahr in Europa Kodak, Philips und Telefunken 38 Prozent der Marktanteile auf sich vereinigt. Zusammen mit Sony, AgfaPhoto und Samsung waren es sogar 52 Prozent der Verkäufe in Europa. “Durch die Anpassung der Einkaufsstrategien der großen Retailer werden diese gut bekannten Marken die Möglichkeit haben, ihre Marktanteile weiter auszubauen”, so Wang.

Ganz aufgegeben hat das Gummersbacher Unternehmen die Hoffnung aber noch nicht. Laut einem Bericht der Fachhandelszeitschrift Channelpartner hat sich Jobo-Geschäftsführer Johannes Bockemühl-Simon bereits mit einem Schreiben an die Geschäftspartner gewandt. Darin spricht von einer “schwierigen Phase” und verspricht im Zuge einer Neuausrichtung des Unternehmens einen “neuen Start mit der Marke Jobo”.


Bei z.Zt. “sagenhaften” 16,1 Mrd. EUR Schulden hat Bremen wohl auch nicht viel Alternativen… Gefunden bei radiobremen.de:

8. März 2010, 21:31 Uhr

Schuldenbremse greift

Land Bremen streicht Stellen und kürzt Ausgaben

Bremen will im kommenden Jahr weitere 46 Millionen einsparen. Bei einer Klausur hat sich der Senat deswegen auf eine lange Liste von Kürzungen geeinigt.

So wird der Umweltsenator die städtischen Gesellschaften “Bremer Entsorgungsbetriebe” und “Stadtgrün” vereinen. Das Kulturressort will den Zuschuss für das Musikfest zusammenstreichen. Sechs Stunden lang hat sich die Landesregierung bei ihrer Klausur die Köpfe darüber zerbrochen, wie Bremen im kommenden Jahr die 46 Millionen Euro einsparen kann. Die Opposition wertete die Beschlüsse als Versuch, sich beim Sparen nach dem Rasenmäherprinzip bis zur nächsten Wahl zu retten.

Personalabbau im Sozialressort

So wird zum Beispiel das Sozialressort die Behörde und Sozialämter neu organisieren und Personal abbauen. Das Bildungsressort will geplante Sanierungen an der Hochschule verschieben, um seinen Beitrag zu erbringen. Der Wirtschaftssenator verzichtet darauf, das Gewerbegebiet Hansalinie weiter zu erschließen. Bis 2020 muss Bremen seinen Etat jährlich um weitere 100 Millionen Euro herunterfahren, um dann einen Haushalt ohne neue Schulden aufzustellen. Deswegen werden schon im kommenden Jahr 200 Stellen im Öffentlichen Dienst wegfallen, bis 2014 dann weitere 750.

Bis 2014 sollen 950 Stellen wegfallen

Bis 2014 sollen 950 der 13.300 Verwaltungsstellen wegfallen, wie der Senat am Montag mitteilte. Neben den bereits im Haushaltsentwurf vorgesehenen 54 Millionen Euro muss die Landesregierung 2011 weitere 46 Millionen Euro einsparen. Das will sie vor allem mit geringeren Ausgaben in der Verwaltung und bei Investitionen erreichen. Gleichzeitig solle eine Erhöhung der Grunderwerbssteuer auf 4,5 Prozent elf Millionen Euro mehr in die Kasse spülen.

Nach Ansicht der CDU bleibe der Senat bei den Einnahmeerwartungen zu unkonkret und stelle einen “ungedeckten Scheck” aus. Die FDP nannte den Kurs des Senats “orientierungslos”. Sie fordert den Verkauf von Gewoba, Brepark und des Flughafens sowie die Privatisierung des Messe- und Veranstaltungsgeschäfts.

Schuldenstand: 16,1 Milliarden Euro

Die Schulden Bremens belaufen sich zurzeit auf eine Höhe von 16,1 Milliarden Euro. Das Haushaltsdefizit von knapp einer Milliarde solle bis 2020 in zehn Schritten zu je 100 Millionen Euro abgebaut werden, ließ Bürgermeister Jens Böhrnsen (SPD) mitteilen. Die im Grundgesetz verankerte Schuldenbremse sieht vor, dass die Länder 2020 einen Haushalt vorlegen müssen, in dem nicht mehr Ausgaben als Einnahmen geplant sind. Bis Mitte Mai sollen die zuständigen Parlaments-Ausschüsse und Fachpolitiker über die Sparpläne beraten und diese konkretisieren. Noch vor der Sommerpause soll die Bürgerschaft über den überarbeiteten Haushaltsentwurf 2011 und über die Finanzplanung 2010 bis 2014 abstimmen.


Gefunden bei swp.de:

Zirn-Pleite schreckt Bauern

Autor: RALF HEISELE THOMAS HEHN | 06.03.2010

Nellingen/Region. Das Landhandelsunternehmen Zirn (Giengen/Brenz) hat Insolvenz angemeldet. Besorgte Landwirte hatten noch am Vorabend bereits bezahlten Kunstdünger aus den Lagerhäusern des Unternehmens geholt.

Das letzte Gespräch mit Gläubigern und Banken war am Mittwoch gescheitert. Am nächsten Tag würde die Landhandelsfirma Zirn Insolvenz anmelden. Diese Kunde breitete sich am Mittwochabend wie ein Lauffeuer unter den Landwirten aus und führte zu Szenen wie im Hochsommer bei der Ernte: Dutzende Bauern steuerten die Zirn-Filialen an, um zu retten, was zu retten war. So versammelten sich auch vor der Niederlassung in Nellingen zahlreiche Landwirte. “Wir gehen nicht ohne unseren Kunstdünger”, sagte einer. Er befürchtete, am Donnerstag, dem Tag der Insolvenzanmeldung, leer auszugehen. “Das kann einen kleinen Bauern die Existenz kosten.”

Etliche Landwirte hatten bei Zirn bereits im Herbst den Kunstdünger für dieses Jahr bestellt und bezahlt. Da viele auf dem heimischen Hof nicht genügend Lagerkapazität besitzen, ließen sie die Ware in einzelnen Filialen einlagern.

Die Bauern vor der Nellinger Filiale hatten noch Glück. Mit Radladern füllten Zirn-Mitarbeiter die halbe Nacht durch Kunstdünger ab. Pech hatten dagegen jene Landwirte, die erst am Donnerstagmorgen ihre Ware abholen wollten. Einer von ihnen hat dort 50 Tonnen Kunstdünger zu je 170 Euro eingelagert. Doch er musste mit leeren Anhängern den Heimweg antreten. Um 8.30 Uhr war Schluss. “Geschlossen wegen Insolvenz” stand auf eilig angebrachten Zetteln.

Den Heidenheimer Kreisbauernvorsitzenden Hermann Färber erinnerten die “Rettungsaktionen” in Nellingen an die Insolvenz der Firma Zirn im Jahr 1996. “Wer damals einen Einlagerungsschein vorweisen konnte, bekam seine Ware auch.” Ob die Bauern auch diesmal darauf vertrauen können, weiß Färber nicht: “Einlagerungen sind durchaus üblich – aber da gibt es vielerlei Geschäftsmodelle.”

Nach den Worten von Geschäftsführer Michael Zirn hat vor allem der Preisverfall bei Düngemitteln und beim Getreide zu den Schwierigkeiten geführt. Die beiden Bereiche bilden die Hauptstandbeine seines Unternehmens. So sei der Preis für Dünger im Herbst 2008 zunächst von 15 auf 40 Euro gestiegen, um im Frühjahr innerhalb weniger Wochen fast aufs Ausgangsniveau abzustürzen.

Einige Beobachter glauben aber auch, dass sich Zirn möglicherweise übernommen hat, als er vor fünf Jahren insgesamt 19 Standorte des Agrarhandelskonzerns BayWa übernahm. Wie es bei dem Landhändler weitergeht, ist offen. Insolvenzverwalter Dieter Schmid vom Ulmer Anwaltsbüro Pluta hat erst am Donnerstag seine Arbeit aufgenommen. Die Lagerhäuser hatten gestern wieder geöffnet. Nach Ansicht von Kreisbauernchef Färber eine schlichte Notwendigkeit: “Wenn Zirn überhaupt noch Düngemittel verkaufen will, dann muss er das jetzt tun. Im Sommer braucht kein Landwirt mehr Dünger.”


Gefunden bei swp.de:

Maka ist insolvent – Betrieb soll aber weitergeführt werden

Autor: CLAUDIA REICHERTER THOMAS STEIBADLER | 09.03.2010

Nersingen/Neu-Ulm. Das Maschinenbauunternehmen Maka mit Sitz in Nersingen und Burlafingen hat gestern Insolvenz angemeldet. Zur Beruhigung der 180 Mitarbeiter: Der Betrieb soll weitergehen. Es gebe positive Signale.

Schreck in der Mittagsstunde: Eines von drei großen Unternehmen in Nersingen, der aus einem Familienbetrieb hervorgegangene Spezialmaschinenhersteller Maka, ist insolvent. Das hat der Sohn des Firmengründers, Geschäftsführer Max Mayer, dem Nersinger Bürgermeister Erich Winkler gestern um die Mittagszeit telefonisch mitgeteilt. “Wir haben den Schritt jetzt machen müssen” habe der Freie-Wähler-Gemeinderat ihm gesagt. “Das hat mich persönlich getroffen”, sagt Winkler.

Dass die Zeiten wirtschaftlich schwierig sind, sei klar, auch, dass dies an Maka nicht spurlos vorbeigehe. “Aber ich kenne ja Max Mayer und seine Unternehmensphilosophie. Die Firma ist nicht heruntergewirtschaftet. Dass es so schlimm steht, hätte ich nicht gedacht”, sagt der Bürgermeister. Jetzt hoffe er, dass trotz des beantragten Insolvenzverfahrens wenigstens ein Teil des neben Nersingen und Neu-Ulm-Burlafingen an vier weiteren Standorten in Deutschland tätigen Unternehmens mit insgesamt 180 Mitarbeitern erhalten bleiben könne. “Und vor allem die Arbeitsplätze.” Immerhin: Auf die laufenden Haushaltsberatungen der Gemeinde habe diese Hiobsbotschaft zunächst mal keinen Einfluss.

Vom frühen Nachmittag an war der vom Amtsgericht Neu-Ulm bestellte vorläufige Insolvenzverwalter Martin Hörmann aus Ulm mit vier Mitarbeitern von der Anwaltskanzlei Anchor im Unternehmen und führte erste Gespräche. Am frühen Abend vermeldete er: “Es gibt ganz positive Signale, es geht weiter.” Der vorläufige Insolvenzverwalter hat sich mit den beiden Geschäftsführern Max Mayer und Rüdiger Ehrenbeck darauf geeinigt, das Unternehmen in vollem Umfang fortzuführen, die bestehenden Aufträge fertigzustellen, neue Aufträge anzunehmen und die Firma zu restrukturieren. Ziel sei es, “möglichst viele Arbeitsplätze zu erhalten”.

Die Mitarbeiter sollen heute in einer ersten Betriebsversammlung über die weiteren Schritte informiert werden. Mit dem Betriebsrat und Vertretern der Gewerkschaft IG Metall hat sich der vorläufige Insolvenzverwalter gestern schon abgestimmt. Lieferanten und Kunden bekämen in Kürze separate Anschreiben, in denen Geschäftsleitung und Insolvenzverwalter sie bitten, die Firma in den kommenden Wochen und Monaten “nach Kräften zu unterstützen”.

Wegen drohender Zahlungsunfähigkeit hatte die Max Mayer Maschinenbau GmbH am Vormittag vor dem Neu-Ulmer Insolvenzgericht den Antrag auf Insolvenz gestellt. Endgültig eröffnet wird das Verfahren Rechtsanwalt Martin Hörmann zufolge voraussichtlich am 1. Juni.

Mit dem Verlauf der Besprechung am Nachmittag zeigte sich Elmar Heim, Erster Bevollmächtigter der IG Metall, zufrieden. Rechtsanwalt Martin Hörmann habe betont, den Betrieb weiterführen zu wollen. Hörmann habe die richtigen Punkte angesprochen und angekündigt, zunächst eine Konzeption für Maka auszuarbeiten. Nach Heims Ansicht besteht durchaus Hoffnung für die Beschäftigten, davon etwa 100 in Nersingen. Die Arbeitsplätze seien nicht akut gefährdet.

Wie Heim andeutete, soll die Ertragslage des Unternehmens schon länger problematisch gewesen sein. Im Herbst vergangenen Jahres sei ein Sanierungs-Tarifvertrag vereinbart worden, in dem die Beschäftigten auf Bestandteile des Einkommens verzichteten. Zudem werde seit etwa einem Jahr kurzgearbeitet.


Gefunden bei insolvenz-ratgeber.de:

04.03.10 Dohmen Solutions insolvent

Das Garchinger Dienstleistungsunternehmen Dohmen Solutions hat Insolvenzantrag gestellt. Betroffen sind die Dohmen Solutions GmbH und Co KG, die Dohmen Solutions Reverse Logistic GmbH, die Dohmen Solutions Grundstücksverwaltungsgesellschaft, die Dohmen Solutions Fashion GmbH, und die Dohmen Solutions e-Fullfillment GmbH.

Dohmen Solutions beschäftigt insgesamt rund 400 Mitarbeiter. Zum vorläufigen Insolvenzverwalter wurde Rechtsanwalt Axel Bierbach bestellt.

Dohmen Solutions ist Dienstleister für Bestellannahme und Bestellmanagement, Customer Care Center, Beschaffung, Warehousing, Distribution, Zahlungsabwicklung und Retourenmanagement.

Dohmen Solutions ist als Generalunternehmer für die Dienstbekleidung der Deutschen Lufthansa AG zuständig. Alle Prozesse „Nach dem Bestellklick“ für E-Commerce Lösungen z.B. S.Oliver, NKD, Audi AG, März München AG, u.v.m. werden umfassend von dem Garchinger Dienstleistungsunternehmen erbracht. Die Werbemittel- und Retourenlogistik für Burger King und Microsoft Deutschland verantwortet Dohmen Solutions ebenfalls.


… der Standort Ludwigsburg soll komplett geschlossen werden. Gefunden bei swr.de:

Untergruppenbach

Getrag streicht Jobs und schließt Ludwigsburg

Der Getriebehersteller Getrag will bis Ende 2012 bundesweit rund 700 Arbeitsplätze streichen. Der Standort Ludwigsburg wird ganz geschlossen. Den verbleibenden Beschäftigten drohen finanzielle Einbußen. Als Grund wird die anhaltende Absatzkrise genannt.

Die Produktionszahlen würden das Niveau von 2007 auf lange Sicht nicht mehr erreichen. Die Überkapazitäten führten zu einer enormen Kostenbelastung, so das Unternehmen.

Die etwa 2.700 Beschäftigten im Inland sollen in diesem und im nächsten Jahr auf Urlaubs- und Weihnachtsgeld verzichten. Die Tariferhöhungen für beide Jahre will Getrag komplett aussetzen. Keine Informationen gab es darüber, wie viele Arbeitsplätze in Untergruppenbach und am Standort Neuenstein wegfallen sollen.

IG Metall kündigt Proteste an

Die IG-Metall-Bezirksleitung in Stuttgart kündigte harten Widerstand der Gewerkschaft an. Für einen solchen Kahlschlag stehe man nicht zur Verfügung, erklärte ein Gewerkschaftssprecher. Die Pläne der Geschäftsleitung seien eine Zumutung für die Belegschaft. Hinter den Plänen sei “nicht der Hauch eines industriellen Zukunftskonzepts erkennbar”.

Erst Anfang 2009 hatten sich Gewerkschaft und Geschäftsleitung auf eine Restrukturierung des Unternehmens verständigt. Darin sind der Erhalt der Standorte und eine Beschäftigungssicherung bis 31.Dezember 2011, für Ludwigsburg sogar bis 2012, geregelt. Die IG Metall forderte deshalb das Unternehmen auf, sich an die geschlossenen Verträge zu halten.

Letzte Änderung am: 09.03.2010, 18.08 Uhr


Siehe auch “Deutschland: Wie Kommunen sparen müssen – am Beispiel Wuppertal” und restliche Artikel mit dem Tag “Leistungskürzungen“. Gefunden bei swp.de:

Zapfenstreich fürs Kurorchester

Autor: JOACHIM W. ILG | 08.03.2010

Bad Mergentheim. Da die gesamtwirtschaftliche Situation auch an der Kurverwaltung Bad Mergentheim nicht spurlos vorbei gegangen ist, sind Sparmaßnahmen angesagt. Jetzt wurde dem Kurorchester gekündigt.

Kurdirektorin Katrin Löbbecke machte im Gespräch mit unserer Zeitung deutlich, dass die Geschäftsleitung der Kurverwaltung derzeit alle Tätigkeitsbereiche auf den Prüfstand stelle. Zur Konsolidierung und Effizienzsteigerung sei es erforderlich, Kosten zu senken, Einsparungen vorzunehmen und auch die Erlöse zu steigern. Dabei sehe sich die Geschäftsleitung auch gezwungen, personelle Einschnitte vorzunehmen. “Wir können uns das Kurorchester nicht mehr leisten”, gab sie mit Bedauern zum Ausdruck.

Bad Mergentheim sei der einzige Kurort mit Staatsbeteiligung in Baden-Württemberg, der noch über ein eigenes Kurorchester verfüge. Nun sei es unvermeidbar geworden, im Rahmen der zu treffenden Sparmaßnahmen den noch verbliebenen acht Mitgliedern des Kurorchesters zum Ende des Jahres zu kündigen, begründete Löbbecke diesen einschneidenden Schritt. Diese Entscheidung sei der Geschäftsleitung schwer gefallen.

Und wie soll es weiter gehen? Dazu Katrin Löbbecke: Die Kurverwaltung habe den Musikern den Vorschlag unterbreitet, sich als selbstständiges Ensemble bei der Kurverwaltung zu bewerben, wobei es auch denkbar sei, dass andere Ensembles sich um Gastspiele bei der Kurverwaltung bemühen. Eine derartige Lösung werde schon seit vielen Jahren in anderen Heilbädern und Kurorten erfolgreich praktiziert. Diese Kurorte seien vor Jahren vor einer ähnlichen Situation gestanden und hätten sich ebenfalls von ihren festangestellten Orchestern getrennt. Die Geschäftsleitung der Kurverwaltung habe dem Kurorchester signalisiert, es bei weiteren Schritten zu unterstützen.

Das Bad Mergentheimer Kurorchester kostet 350 000 Euro im Jahr. Für das neue Ensemble soll natürlich weniger Geld aufgewendet werden. Nicht zuletzt auch dadurch, dass die Zahl der Auftritte reduziert werden soll. Gründe für die Kosteneinsparungen sind unter anderem, so Löbbecke, die Gesundheitsreform, der Rückgang an Kurgästen und der Einbruch bei den Kurtaxerlösen bei steigenden Kosten in den letzten Jahren.


Gefunden bei fr-online.de:

Mittelstandsbarometer

Getrübte Stimmung

Berlin. Die Stimmung in den Chefetagen des deutschen Mittelstands hat sich im Februar erstmals seit zehn Monaten wieder eingetrübt. Die Firmen beurteilten vor allem ihre gegenwärtige Lage düsterer als noch im Januar, die Erwartungen sind dagegen stabil. Das Mittelstandsbarometer der KfW-Bankengruppe und des Münchner Ifo-Instituts gab 1,8 Zähler auf 1,0 Saldenpunkte nach.

“Der Rückgang des KfW-Ifo-Geschäftsklimas zeigt, dass die wirtschaftliche Erholung schwächlich und störanfällig bleibt”, sagte KfW-Chefvolkswirt Norbert Irsch. Die Forderungen nach einem Ausstieg aus der expansiven Geld- und Fiskalpolitik seien verfrüht.

Im Bauhauptgewerbe ist die Stimmung besser als im Vormonat

Insbesondere im Einzelhandel und im Verarbeitenden Gewerbe trübte sich das Geschäftsklima ein. Im Bauhauptgewerbe ist die Stimmung dagegen besser als noch im Vormonat. “Dies ist angesichts des außergewöhnlich schneereichen Winters durchaus erstaunlich und deutet auf eine anhaltende Stützung des Sektors durch die im letzten Jahr verabschiedeten Konjunkturpakete der Bundesregierung hin”, schrieben die Experten.

Im Januar brach die Produktion am Bau mit 14,3 Prozent noch so stark ein wie seit 1997 nicht mehr. Die Branche rechnet jedoch damit, die Verluste im weiteren Jahresverlauf wieder aufzuholen.

Der Einbruch am Bau dämpfte die Produktion im Januar insgesamt. Für die kommenden Monate ist nach Einschätzung des Wirtschaftsministeriums aber ein stärkeres Wachstum in Sicht, weil die Firmen zuletzt spürbar mehr Aufträge eingeholt hatten. Die Bundesregierung erwartet für 2010 ein Wachstum von 1,4 Prozent, nach einem Rekordminus von fünf Prozent 2009. (rtr)


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Die Nerven liegen blank

05.03.2010 19:35 Uhr

Von Oliver Helmstädter

Ulm Die Ruhe in der Lkw-Montage bei Iveco muss Bernhard Maurer nach all den Jahren im Betrieb gespenstisch vorkommen. 1970 fing der heute 55-Jährige als Werkzeugmacher-Lehrling bei Klöckner-Humboldt-Deutz an. Vierzig Jahre, viele Krisen und eine Übernahme des Fiat-Konzerns später ist der Schwabe freigestellter Betriebsratsvorsitzender.

Als einer der ganz wenigen der 1400 Beschäftigen im Werk Ulm arbeitet er nicht kurz. Seine Kollegen kommen in Zeiten von 60-prozentiger Kurzarbeit nur an drei von fünf Werktagen zur Arbeit. Nur Betriebsräte haben in der Krise mehr zu tun als sonst.

„Die Nerven liegen blank“, bilanziert Maurer nach anderthalb Jahren Kurzarbeit bei Iveco. Seit 1998 habe das Ulmer Werk jeden Auftragseinbruch verkraftet, ohne Entlassungen aussprechen zu müssen. Maurer kann nur hoffen, dass die bislang schwerste Krise mit Auftragseinbrüchen bei schweren Lastwagen von fast 50 Prozent auch diesmal die Stammbelegschaft an Bord lässt. Dazu trage auch der neue Tarifvertrag bei, der weiter auf das Instrument Kurzarbeit zur Beschäftigungssicherung setzt.

Am 21. April dieses Jahres werden Maurer und seine 1400 Kollegen der Lasterfertigung vermutlich schlauer sein. Denn an diesem Mittwoch werde der neue „Industrielle Plan“ der Konzernmutter Iveco veröffentlicht.

Alle vier Jahre lege die Fiat AG in solchen Plänen die Marschrichtung fest. Darin enthalten seien bislang auch immer genaue Angaben über das benötigte Personal gewesen. Ab und an also auch unangenehme Neuigkeiten für die Belegschaft. Geheimnisumwittert sei der Plan. Doch bislang sei durchgesickert, dass Fiat „gute Dinge“ mit dem Ulmer Werk vorhabe.

„Wir können es schaffen, Entlassungen zu vermeiden“, sagt Maurer. Doch er weiß, dass dafür über kurz oder lang eine Steigerung der Nachfrage notwendig ist. Langsam, sehr langsam gehe es bereits bergauf. 2009 wurden unter 6000 Laster in Ulm produziert. In guten Jahren waren es über 20 000.

Laut Maurer blicke die italienische Firmenmutter neidvoll auf das deutsche Modell betrieblicher Mitbestimmung. Täglich werde im Ulmer Werk vorexerziert, dass Werksleitung und Betriebsräte auch in Krisenzeiten Schulter an Schulter zusammenarbeiten können. In italienischen Werken sei das durch eine andere Struktur nicht so: „Täglicher Aufstand“ statt täglicher Gespräche.

Bei Iveco fanden die Betriebsratswahlen 2010 bereits statt. Die Beteiligung (88 Prozent) sei noch nie so hoch gewesen. Am kommenden Montag wird sich der neue Betriebsrat zu seiner konstituierenden Sitzung treffen. Maurer will sich wieder um den Vorsitz bewerben. Und weiter Hand in Hand mit der Geschäftsführung dafür kämpfen, dass die Stille rund um die Förderanlagen bald ein Ende hat.

letzte Änderung: 06.03.2010 – 11:55 Uhr


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Auftragseingang Januar 2010 – Mühsamer Jahresauftakt

04.03.2010 – Der Auftragseingang im deutschen Maschinen- und Anlagenbau lag im Januar 2010 um real drei Prozent unter dem Ergebnis des Vorjahres, teilte der Verband Deutscher Maschinen- und Anlagenbau (VDMA) am Donnerstag in Frankfurt mit.

Das Inlandsgeschäft sank um 17 Prozent. Bei der Auslandsnachfrage gab es ein Plus von sechs Prozent im Vergleich zum Vorjahresniveau.

In dem von kurzfristigen Schwankungen weniger beeinflussten Dreimonatsvergleich November 2009 bis Januar 2010 ergibt sich insgesamt ein Minus von drei Prozent im Vorjahresvergleich, bei den Inlandsaufträgen ein Minus von zehn Prozent und bei den Auslandsaufträgen ein Plus von zwei Prozent.

„Der Jahresauftakt im Bestelleingang des deutschen Maschinen- und Anlagenbaus fiel bescheiden aus. Das relativ erfreuliche Orderniveau vom Dezember konnte im Januar nicht gehalten werden. Möglicherweise spielt hier auch eine Rolle, dass viele Firmen wegen der nach wie vor niedrigen Kapazitätsauslastung im Januar 2010 noch ungewöhnlich lange geschlossen waren. Die Tendenz der letzten Monate wird dadurch allerdings nicht außer Kraft gesetzt. Es geht mühsam, aber eben nicht schnell, von der Talsohle aus wieder nach oben”, kommentierte VDMA Chefvolkswirt Dr. Ralph Wiechers das Ergebnis.

Grafik: Auftragseingang im deutschen Maschinenbau

Auftragseingang im deutschen Maschinenbau (klicken für größere Darstellung)

Haben Sie noch Fragen? VDMA Chefvolkswirt Dr. Ralph Wiechers, Tel. 069 6603 1371, und Konjunkturexperte Olaf Wortmann, Tel. 069 6603 1373, beantworten sie gerne.


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Düsseldorf

Metso streicht 150 Stellen

zuletzt aktualisiert: 08.03.2010 – 13:48

Düsseldorf (RPO) Der finnische Technologiekonzern Metso streicht 115 Stellen in seinem Düsseldorfer Werk für Metallrecycling-Maschinen.

Grund für den Jobabbau sei die sinkende Nachfrage nach Ausrüstung für das Metallrecycling aufgrund der geringen Preise für Altmetall und der abnehmenden Stahlproduktion in Europa und Nordamerika, teilte das Unternehmen am Montag mit.

Das finnische Unternehmen beschäftigt in Düsseldorf unter dem Namen Metso-Lindemann insgesamt rund 500 Menschen, das ist ein Großteil der weltweit 800 Beschäftigten in der Metallrecycling-Sparte.

Die Geschäfte von Metso leiden unter der Wirtschaftskrise. Der Gewinn war im vierten Quartal 2009 genauso wie im gesamten vergangenen Jahr deutlich zurückgegangen.

Der Konzern baute 2009 daher über 2000 Stellen ab, ein Sparplan sieht den Abbau von insgesamt 4600 Jobs vor. Ende Dezember arbeiteten noch gut 27.000 Beschäftigte in dem Unternehmen.

Quelle: AFP/seeg


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Lindener Distributor soll aber nicht zum Vertriebsbüro schrumpfen

COS streicht Stellen in Einkaufs- und IT-Abteilung

04.03.2010 | Redakteur: Regina Böckle

Es dauerte keine zwei Stunden, da machte die Nachricht am Mittwoch auf der CeBIT die Runde: bei COS gibt es Entlassungen in der Einkaufs- und IT-Abteilung. Dennoch soll COS wie geplant auch langfristig eine eigenständig agierende Gesellschaft bleiben.

So sehr die Bedeutung der CeBIT in den vergangenen Jahren auch geschwunden ist: ihre Rolle als Branchen-Barometer und Hochofen der Gerüchteküche behält sie ungebrochen. Das zeigte sich gestern wieder einmal auf dem Distributionsparkett. Denn in Windeseile verbreitete sich dort gestern die Nachricht über Entlassungen bei COS, die offenbar am Dienstag nachmittags ausgesprochen worden waren.

Axel Grotjahn, Geschäftsführer der COS-Holding BOD, und gleichzeitig Chef des Braunschweiger Distributors Devil, bestätigte gegenüber IT-BUSINESS, dass 16 Mitarbeiter der aktuell 63 COS-Beschäftigten gekündigt wurden, davon 12 im Einkauf und vier in der IT-Abteilung.

Zwar unterfütterte diese Maßnahme die kursierenden Gerüchte, COS solle zur Vertriebsniederlassung werden. Doch Grotjahn stellt erneut klar: „Das trifft nicht zu. COS soll definitiv auch langfristig ein eigenständiges Unternehmen bleiben. Dazu gehört ein eigenes Produkt-Marketing, eine eigene Buchhaltung und selbstverständlich der Vertrieb. Alles andere ist ausgeschlossen.“

Zum Personalabbau in der Einkaufs- beziehungsweise Produktmanagement- und IT-Abteilung habe man sich am Dienstag entschlossen: „Es ist klar, dass die Sommermonate in diesem Jahr extrem hart sein werden. Deshalb haben wir noch einmal sehr genau geprüft, wo wir bei COS Kosten optimieren und firmenübergreifende Synergien finden können“, begründet Grotjahn diesen Schritt. Dass die Wahl auf die genannten Bereiche fiel, ist nachvollziehbar: Schon heute arbeitet COS mit dem Warenwirtschaftssytemen von Devil und nicht mehr mit dem erst 2002 eingeführten SAP-System. Das hat rückblickend fast eine tragische Note, denn nicht zuletzt war es die problematische, sich jahrelang hinziehende Einführung von SAP, die die Schieflage von COS zum Großteil mit verursachte.

Abgesehen von der gemeinsam genutzten IT- sowie Logistik-Infrastruktur wird auch ein Teil des COS-Portfolios von Braunschweig aus gemanagt. Trotz der zahlreichen neuen Herstellerverträge, die COS in den vergangenen Monaten zeichnen konnte, rechtfertigte das keine Einkaufsabteilung in der bisherigen Größe.

Knackpunkt COS-Sortiment

Grotjahn bestätigte auch ganz offen, dass es nach wie vor schwierig sei, für die COS die Limite zu beschaffen, die für eine schnelle Sortiments-Erweiterung nötig sind. Daraus hatten auch die COS-Chefs im vergangenen Jahr nie einen Hehl gemacht. „Das ist aber auch ganz normal für ein Unternehmen, das aus der Insolvenz kommt und sich in einem insgesamt schwierigen Markt bewegt“, so der BOD-Chef.

Gleichwohl ist es COS in den vergangenen Monaten gelungen, weitere Verträge zu zeichnen und den Umsatz kontinuierlich zu steigern, wie Grotjahn ergänzend anmerkt.

„An unseren Zielen hat sich nichts geändert, die COS wird den bereits eingeschlagenen Erfolgskurs als eigenständiges Unternehmen fortsetzten. Die Optimierung der Kostenstruktur garantiert die erfolgreiche und zügige Fortsetzung dieser Strategie. Leider bringen solche Maßnahmen auch eine Reduzierung der Belegschaft mit sich, die persönlich sehr bedauere“, kommentiert COS-Vorstand Mascha Speier die Entscheidung.

„Auch in Zukunft setzt der BOD-Konzern auf unterschiedliche Sortiments-Schwerpunkte in den Beteiligungsgesellschaften. Dementsprechend werden wir, die verschiedenen Kundenbedürfnisse in der Organisation des zentralen Einkaufs realisieren“, erläutert Steffen Helbing, Aufsichtsratsvorsitzender der COS Distribution AG und der Devil AG.

Devil ist stabil

Der BOD- und Devil-Chef räumte obendrein mit weiteren Vorwürfen auf, die derzeit über Devil kursieren: „Wir haben bei Devil alle Altlasten abgebaut. Wir haben in diesen vergangenen einenhalb Jahren jeden, wirklich jeden einzelnen Prozess-Ablauf und jeden Punkt unserer Kosten- und Finanzstruktur analysiert, optimiert und transparent gemacht. Devil befindet sich heute in der wirtschaftlich besten Situation, die es seit dem Verkauf an die Holländer jemals gegeben hat.“ Dazu gehöre auch, dass die BOD-Beteiligungsgesellschaften nicht quersubventioniert werden: „Es gibt für alle Beteiligungsgesellschaften keine Zuschüsse und keine Verlustfinanzierung“, so Grotjahn.

Hauen und Stechen im Markt

Es ist kein Zufall, dass sich momentan Gemüter und Gerüchte im Distributions-Umfeld sehr schnell erhitzen. Denn eines ist klar: Zahlreiche Distributoren – egal in welchem Segment – warten immer angespannter auf die große Konsolidierung des hart umkämpften Marktes – ob aus eigenen Kauf-Interessen oder aus der Not heraus. Maßnahmen wie die von COS ergriffene, aber auch Akquisitions-Ankündigungen fallen deshalb überall auf fruchtbaren Spekulations-Boden. Vorsicht ist also angebracht. Insbesondere auch dann, wenn Gerüchte-Köche selbst keine detaillierte, transparente Bilanz veröffentlichen.


Nachfolgeartikel zu diesem hier: “Deutschland: Bei AEG Electric Tools stehen 440 Stellen auf der Kippe“. Gefunden bei swr.de:

Winnenden

AEG streicht 300 Stellen am Standort

Der Elektro-Werkzeughersteller AEG Electric Tools will an seinem Standort in Winnenden (Rems-Murr-Kreis) drei Viertel der Arbeitsplätze abbauen. Bis Sommer 2011 sollen 300 der 440 Beschäftigten ihren Arbeitsplatz verlieren. Dies wurde den Mitarbeitern auf einer Betriebsversammlung mitgeteilt.

Die Geschäftsführung begründe diesen massiven Einschnitt damit, dass die Produktion an externe Lieferanten sowie ins Montagewerk nach Tschechien verlagert werden soll, bestätigte der Betriebsratsvorsitzende des Unternehmens, Georgios Masmanidis, am Donnerstag gegenüber dem SWR. Damit würden nur noch 140 Stellen im Vertrieb und der Materialbeschaffung in Winnenden bleiben. Mit der Betriebsleitung sollen nun Verhandlungen über einen Interessenausgleich und einen Sozialplan aufgenommen werden, sagte der Betriebsratsvorsitzende.

Das AEG-Werk in Winnenden gibt es seit fast 50 Jahren, in Spitzenzeiten waren hier 2.000 Menschen beschäftigt. Inzwischen gehört das Unternehmen dem chinesischen TTI-Konzern mit Sitz in Hongkong.

Letzte Änderung am: 04.03.2010, 21.09 Uhr


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