Archiv für das Tag 'Finanzkrise'

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Erschienen am 12.03.2010 00:00

Maschinenbauer Müller meldet Insolvenz an

Wirtschaftskrise | Die 79 Mitarbeiter der traditionsreichen Gefreeser Firma stehen vor einer ungewissen Zukunft.

Von Hannes Keltsch

Gefrees – Der renommierte und traditionsreiche Spezialmaschinenbauer Müller Stanz- und Umformtechnik hat Insolvenz angemeldet. Das Gefreeser Unternehmen mit 79 Mitarbeitern ist ein Opfer der weltweiten Wirtschaftskrise: Im Jahr 2009 ist der Umsatz völlig weggebrochen, die Produktion steht still.

Gefrees – Der renommierte und traditionsreiche Spezialmaschinenbauer Müller Stanz- und Umformtechnik hat Insolvenz angemeldet. Das Gefreeser Unternehmen mit 79 Mitarbeitern ist ein Opfer der weltweiten Wirtschaftskrise: Im Jahr 2009 ist der Umsatz völlig weggebrochen, die Produktion steht still. Die Beschäftigten erhalten drei Monate lang Insolvenzgeld. Müller ist spezialisiert auf den Bau von Anlagen zum Stanzen, Umformen und Pressen.

Vorläufiger Insolvenzverwalter ist der Bayreuther Rechtsanwalt Dr. Ulrich Graf. Sein Mitarbeiter Siegfried Meisel war gestern, zwei Tage nach der Insolvenzanmeldung, im Werk, um mit Geschäftsführer Heiko Müller die Lage zu sondieren. “Wir sammeln Daten, prüfen und verschaffen uns einen Überblick”, berichtete Meisel der Frankenpost.

Er erklärte die Ursachen der Insolvenz. Das Unternehmen habe zwei Standbeine, nämlich die Produktion und die Wartung der Maschinen. Die Produktion sei im vergangenen Jahr total eingebrochen, der Umsatz ging um fast 100 Prozent zurück. “Niemand kaufte neue Maschinen.” Kunden von Müller sind zum Beispiel Automobilzulieferer wie Schaeffler (Herzogenaurach), die Firma Meiser Vogtland (Oelsnitz, Hersteller von Metallprodukten) oder Dosenproduzenten für die Lebensmittelbranche.

Das zweite Müller-Standbein, die Wartung von Maschinen, konnte nach Auskunft Meisels den Einbruch im Bereich Produktion nicht auffangen.

Die Zukunft des Unternehmens und der 79 Mitarbeiter ist ungewiss. Es sei viel zu früh für eine Aussage, wie es weitergeht, sagte Meisel gestern. Aber: “Wir wollen die Firma erhalten.” Es gebe schon Anfragen von Interessenten für eine Übernahme. Nun würden Gespräche mit den Mitarbeitern und Kunden geführt. “Wir gehen jedes einzelne Projekt durch.” Zu klären sei, ob georderte Anlagen fertig gestellt werden und ob Aufträge in Aussicht stünden. “Weitere Aussagen wären hochspekulativ”, sagte Meisel.


Die Druckerei Thieme aus Meißen wird Opfer der (nicht auf breiter Front vorhandenen) Kreditklemme und muss Insolvenz anmelden. Details dazu gefunden bei sz-online.de:

Dienstag, 16. März 2010

(Sächsische Zeitung)

Druckerei Thieme meldet Insolvenz an

Die Firma wurde ein Opfer der Kreditklemme, so die Insolvenzverwalterin. Es werde weiter produziert und Gehalt gezahlt.

Meißen. Die Wirtschaftskrise hat im Meißner Gewerbegebiet Ost ein prominentes Opfer gefunden. Die Druckerei Thieme GmbH & Co. KG musste einer gestrigen Meldung zufolge Insolvenz anmelden. Von der Auslastung her geht es dem Unternehmen dabei gut. Nach Aussagen von Insolvenzverwalterin Bettina E. Breitenbücher sind die Auftragsbücher bei Thieme voll. Der Geschäftsbetrieb werde zunächst unverändert aufrecht erhalten. Die Löhne und Gehälter der 48 Mitarbeiter seien über eine Insolvenzgeld-Vorfinanzierung gesichert. Derzeit würden die Sanierungschancen des Unternehmens geprüft. Erste Gespräche mit Investoren liefen bereits.

Als Ursache für die Insolvenz bezeichnete Bettina E. Breitenbücher die Kreditklemme. Noch 2008 wurde Thieme mit dem „Innovationspreis der Deutschen Druckindustrie“ ausgezeichnet. Daraufhin investierte das Unternehmen in einen modernen Maschinenpark. Glanzstück wurde der drei Millionen Euro teure Speedmaster XL 105, der 15000 bis 20000 Bögen pro Stunde bedrucken kann.

Kurz nach der Investition sorgte die Wirtschafts- und Finanzkrise für deutliche Umsatzeinbrüche und Liquiditätsengpässe. Wie Geschäftsführer Ulrich Thieme im Sommer 2009 erklärte, musste seine Firma neben einem 30-prozentigen Auftragsrückgang auch einen Preisverfall um 30 Prozent verkraften. Bei einem Auftragsvorlauf von nur zwei bis drei Tagen sei in der Druckerei Kurzarbeit nicht möglich, um die Folgen der Krise abzufangen. Deshalb verringerte sich die Beschäftigtenzahl.

Erschwerend kam die schlechte Zahlungsmoral einzelner Kunden hinzu. Eine gescheiterte Zwischenfinanzierung machte schließlich den Insolvenzantrag nötig. (SZ/pa)


Gefunden bei oe24.at:

07. 03. 2010, 23:06

Das wird teurer

Pröll bastelt nun an neuem Sparpaket

Zigaretten, Benzin, Mehrwertsteuer – die Regierung überlegt, wie sie an mehr Geld kommt. Inzwischen ist fast nichts mehr tabu.

Die ÖSTERREICH-Story vom Sonntag hat in der Koalition wie eine Bombe eingeschlagen. ÖSTERREICH enthüllte, dass die Koalition hinter Polstertüren emsig an neuen Sparplänen bastelt, um nach der Krise das nächste Budget zu retten. Alle Ressorts sollen ihre Ausgaben um 10 Prozent kürzen.

Konkrete Resultate bis Dienstag

Derzeit sitzen die Koalitionsspitzen rund um die Uhr in „Geheimverhandlungen“. Dass bis zum Ministerrat am Dienstag konkrete Resultate vorliegen, wird aber immer unwahrscheinlicher. Auch weil Finanzminister Pröll noch nicht genau weiß, ob er 2011 „nur“ 2,1 Milliarden oder doch 2,6 Milliarden Euro einsparen muss, falls das Wachstum im Herbst einbricht.

Jedenfalls soll das Milliarden-Loch zu 60 % durch Reduzierung der Ausgaben (z. B. Verwaltungsreform) und zu 40 Prozent aus Mehreinnahmen (z. B. Bankensteuer) gestopft werden. Zu hören ist, dass vieles nicht mehr tabu ist. Über folgende Belastungen wird verhandelt:

Mehrwertsteuer rauf. Die ÖVP favorisiert eine kräftige Anhebung auf 22 Prozent. Die SPÖ präferiert dagegen eine höhere Stiftungssteuer.

Tschick-Steuer rauf. Koalitionärer „Common Sense“ sei die Erhöhung von Alkohol- und Tabaksteuer: 40 Cent mehr könnte in Zukunft das Packerl Zigaretten kosten, was dem Staat bis zu 520 Millionen Euro Mehreinnahmen brächte.

Benzinpreis rauf. Immer mehr Minister fordern auch – wie von Ex-Finanzminister Androsch im ÖSTERREICH-Interview angeregt – die Aufstockung der „Spritsteuer“: 10 Cent mehr pro Liter Benzin und Diesel brächte dem Staat immerhin eine zusätzliche knappe Milliarde Euro.

Überstunden runter. Die Steuer-Begünstigung könnte von der Regierung gestrichen werden.

Hauptopfer unter den Ministern soll Claudia Schmied werden, deren Unterrichtsressort so kräftig geschröpft werden könnte, dass Lehrer entlassen werden müssten. Justizministerin Claudia Bandion-Ortner soll künftig die Ausgaben für den Opferschutz drastisch zurückfahren müssen.

Mehrere aufgebrachte rote Minister – und Kanzler Werner Faymann – persönlich signalisierten dem Finanzminister indes: „Mit uns sicher nicht! Gerade in den Zukunftsressorts wie der Bildung wird ein Gießkannen-Sparen nicht drinnen sein.“


Gefunden bei n-tv.de:

Montag, 08. März 2010

Drastischer Sparplan – Portugal zieht Notbremse

Der nach der griechischen schwingt nun auch die portugiesische Regierung den Rotstift. Grund ist ein drohendes Haushaltsdefizit von 8,3 Prozent in diesem Jahr. Das Kabinett von Ministerpräsident Socrates will die Investitionen kürzen und Gutverdiener mit höheren Steuern belasten.

Mit einem harten Sparprogramm will die portugiesische Regierung ihren Haushalt wieder in Ordnung bringen. Bis 2013 soll das Defizit auf 2,8 Prozent der Wirtschaftsleistung gedrückt werden, wie aus dem Haushaltsentwurf hervorgeht. In diesem Jahr wird die im EU-Stabilitätspakt vorgesehene Drei-Prozent-Grenze mit 8,3 Prozent noch deutlich verfehlt. Die Regierung will mit diesen Maßnahmen ihre Kreditwürdigkeit erhalten und eine Schuldenkrise wie in Griechenland vermeiden.

Der Plan sieht vor allem Ausgabenkürzungen vor. Die Löhne und Gehälter im öffentlichen Dienst sollen bis 2013 nicht stärker als die Inflationsrate steigen. Der Rotstift wird auch bei den Ausgaben für Soziales und Gesundheit angesetzt. Der Bau der Schnellzugtrasse zwischen Lissabon, Porto und dem spanischen Vigo wird verschoben, andere Investitionen entfallen ganz. Die Regional- und Kommunalverwaltungen dürfen zudem nur noch in Not- und Ausnahmefällen neue Schulden machen dürfen. Deren Neuverschuldung soll bis 2013 auf null Prozent fallen. Gleiches gilt für staatseigene Unternehmen.

Vorgesehen sind auch höhere Einnahmen. Dazu soll der Steuersatz für Besserverdiener mit einem Jahresgehalt von mehr als 150.000 Euro von 42 auf 45 Prozent angehoben werden. Innerhalb der nächsten drei Jahre sollen außerdem sechs Milliarden Euro durch die Privatisierung von Staatsbetrieben erlöst werden. Die Regierung will ihren Sparplan mit der Opposition und Gewerkschaften diskutieren. Bis Ende März muss er der EU-Kommission in Brüssel vorliegen.

Griechisches Schicksal droht nicht

Portugal gehört zu den am stärksten verschuldeten Euro-Ländern. Die Schuldenlast entspricht rund 85 Prozent der gesamten Wirtschaftsleistung. In Griechenland sind es sogar 125 Prozent. Wegen des hohen Defizits hat die Kreditwürdigkeit beider Länder stark gelitten. Portugal muss derzeit für eine zehnjährige Staatsanleihe einen Zinsaufschlag von rund 1,09 Prozentpunkte im Vergleich zur deutschen Bundesanleihe zahlen. Griechenland musste Investoren zeitweise einen Risikoaufschlag von bis zu 4,00 Prozentpunkten gewähren, was die Schuldenkrise noch verschärft hat. Um überhaupt noch an frisches Geld zu kommen, hat die Regierung in Athen inzwischen drei Sparprogramme aufgelegt.

Der Internationale Währungsfonds (IWF) geht nicht davon aus, dass Portugal ein ähnliches Schicksal droht wie Griechenland. “Niemand weiß, was morgen früh passiert”, sagte IWF-Chef Dominique Strauss-Kahn. “Aber es gibt keinen Grund, warum Portugal oder Spanien angesteckt werden sollten.” Experten lobten den portugiesischen Sparplan. “Das sieht sehr vernünftig aus”, sagte Diego Iscaro von Global Insight. “Dass der Fokus auf Einsparungen liegt, ist begrüßenswert.”


Beispiele für Leistungsstreichungen und Abgabenerhöhungen z.B. aus Mühlheim, Duisburg, Bochum, Dortmund u.a. Auch die Cross-Border-Leasing Geschäfte einiger Städte werden angesprochen, denn auch sie haben zur aktuellen desolaten Finanzsituation in vielen Städten beigetragen. Siehe auch ältere Artikel “Deutschland: Nun müssen die Bürger für Cross-Border-Leasing bluten…” (Tag “Cross Border Leasing“) und “Deutschland: Wie Kommunen sparen müssen – am Beispiel Wuppertal” (Tag “Leistungskürzungen“).

Gefunden bei wsws.org:

Sozialer Kahlschlag in den Kommunen

Von Sybille Fuchs

12. März 2010

Mit der Finanzkrise und dem Steuersenkungsprogramm der Bundesregierung hat sich die Haushaltslage der Kommunen drastisch verschärft. Die Parteien in den Kommunalparlamenten reagieren darauf mit tiefen Einschnitten bei den Dienstleistungen und bei der Infrastruktur und zerstören damit die Lebensqualität der Bevölkerung.

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Gefunden bei tagesschau.de:

Hilfen für Unternehmen in der Krise

Regierung prüft Verlängerung des Kurzarbeitergeldes

Nach Informationen der “Rheinischen Post” können Firmen, die Kurzarbeitergeld beantragen, nicht nur bis Ende 2010, sondern bis Ende 2011 von den Sozialbeiträgen für die betroffenen Mitarbeiter befreit werden.

Darüber seien sich Kanzlerin Merkel, Arbeitsministerin von der Leyen und Finanzminister Schäuble bereits einig. Das Bundesarbeitsministerium wollte den Bericht nicht bestätigen. Eine Verlängerung der bestehenden Regelung werde allerdings wohlwollend geprüft.

Gewerkschaft spricht von gutem Signal

Der Vorsitzende der IG BCE, Michael Vassiliadis, nannte eine längere Erstattung der Sozialbeiträge bei Kurzarbeit ein “gutes Signal”. Zugleich forderte er die Bundesregierung auf, krisengeschüttelte Unternehmen von den Entgeltanteilen etwa für Urlaubs- und Weihnachtsgeld oder vermögenswirksame Leistungen zu entlasten.

Seit 2009 ersetzt die Bundesagentur für Arbeit Unternehmen die Sozialbeiträge für Kurzarbeiter vom siebten Monat an. Diese Entlastung ist bisher gesetzlich bis Ende 2010 befristet.


Jaja – und am Ende hat nur noch Amerika ein “AAA” Rating oder wie?! Gefunden bei n-tv.de:

Wirtschaft

Dienstag, 09. März 2010

Breitseite für Großbritannien Fitch-Rating wackelt

Die Aussichten auf ein Patt im britischen Parlament bringen das Fass für die Märkte langsam zum Überlaufen: Nachdem das britische Pfund bereits vor einer Woche Ziel massiver Spekulationen wurde, gibt es jetzt eine Breitseite durch die Ratingagentur Fitch. Ihren Angaben zufolge ist eine Anpassung des AAA-Ratings dringend notwendig. Das britische Pfund reagierte prompt.

Die Kreditwürdigkeit Großbritanniens hat sich nach Einschätzung der Ratingagentur Fitch verschlechtert. Zwar werde die Bewertung des Landes mit der Bestnote “AAA” beibehalten, teilte Fitch mit. Unter den “AAA”-Ländern sei aber eine Anpassung des Ratings bei Großbritannien ebenso wie bei Frankreich und Spanien am dringlichsten. Die Agentur wertete die Vorschläge der britischen Regierung zur Haushaltssanierung als ungenügend. Der Ausblick für das Land sowie die weltweite Wirtschaft sei ungewiss, teilte Fitch mit.

Das Pfund gab in Reaktion auf die Äußerungen von Fitch zum US-Dollar nach. Es sank bis auf 1,4947 US-Dollar und damit den niedrigsten Stand seit einer Woche.

Tiefes Haushaltsloch

Das Pfund steht angesichts der jüngsten Umfragen, wonach der Wahlsieg der Konservativen in Zweifel steht, unter Druck. An den Märkten geht die Furcht um, dass es der neuen Regierung nicht gelingt, das ausufernde Staatsdefizit wieder unter Kontrolle zu bringen. Denn die Aussichten für die Wirtschaft sind alles andere als rosig. Die Rezession hat Großbritannien härter getroffen als andere Industriestaaten, das Haushaltsdefizit hat griechische Dimensionen.

Im Frühjahr stehen in Großbritannien Wahlen an, spätestens Anfang Juni muss gewählt werden. Umfragen zufolge dürften zwar die oppositionellen Konservativen einen Vorsprung von mehreren Prozentpunkten zur regierenden Labour-Partei von Premierminister Gordon Brown erhalten. Ende vergangenen Jahres hatten die Konservativen aber noch einen zweistelligen Vorsprung vor Labour.

Hedgefonds in Verdacht

Wieder einmal fällt ein dunkles Licht auf die Branche. Die rund 1,5 Bill. US-Dollar schwere Hedgefonds-Industrie steht wegen des Verdachts auf Wetten gegen Währungen, Firmen, Anleihen und ganze Staaten schon lange am Pranger. Der Branche wird vorgeworfen, sich an der Notlage anderer eine goldene Nase zu verdienen. Neu ist das Geschäft mit solchen Spekulationen nicht: Starinvestor George Soros hat 1992 an nur einem Tag eine Milliarde Dollar verdient, weil er auf einen Fall des britischen Pfund gesetzt hatte. Kreisen zufolge war auch ein Repräsentant seiner Investmentfirma Gast bei der Dinnerparty der Hedgefonds.


Laut nachfolgendem Bericht aus dem Telegraph haben über 25% der Immobilien-Kreditnehmer im Alter zwischen 35 und 44 Probleme ihre Kredit zurückzuzahlen, wenn ihnen bereits 300 Pfund im Monat fehlen. Und jeder achte hat seine persönliche Finanzsituation beschönigt, um z.B. einen größeren Kredit zu bekommen! Woher kenne ich das nur?!

Gefunden bei telegraph.co.uk:

A quarter of home owners live on ‘financial precipice’

The recession may be officially over, but more than a quarter of home owners risk losing their homes after admitting they are still living on a “financial precipice”.

By Myra Butterworth, Personal Finance Correspondent

Published: 7:00AM GMT 12 Mar 2010

Latest research suggested 26 per cent of borrowers aged between 35 and 44 would be unable to meet their mortgage repayments if they saw a £300 drop in their monthly income.

And one in eight adults in this age range has deliberately over-inflated their income to secure a larger loan, according to the YouGov research, commissioned credit reference agency Callcredit.

Graham Lund, managing director of Callcredit, said: “These statistics are extremely alarming. A significant proportion of these people, many with families to support, are living on a financial precipice where just one negative event, such as a reduction in paid overtime or an unexpected expense, could have disastrous financial consequences.”

It comes after the Council of Mortgage Lenders revealed last month that the number of people being evicted from their homes climbed to a 14-year high, with an average of 126 repossessions a day in the past year.

Mr Lund added: “If borrowers are inflating their income significantly and then maxes out their high credit limit, they are running a serious risk of getting into financial difficulties and being unable to repay the debt.”

The research also showed a drop in the proportion of people paying off their credit card bills in full each month with 5 per cent of people who previously paid their bills in full now paying just the minimum or a fixed amount. The figure rises to 7 per cent for those aged between 35 and 44 years.


Gefunden bei welt.de:

Folgen der Kurzarbeit

Staat hilft immer mehr Hausbesitzern bei Krediten

Von Richard Haimann 10. März 2010, 12:26 Uhr

Hauseigentümer sind zunehmend auf staatliche Hilfe angewiesen. Wegen Arbeitslosigkeit und Kurzarbeit sind viele nicht mehr in der Lage ihre Kredite zu bedienen. Der Staat springt in diesem Fall zunächst mit Lastenzuschüssen ein. WELT ONLINE erklärt, worauf dabei zu achten ist.

Die Wirtschaftskrise bringt immer mehr Grundeigentümer in finanzielle Schwierigkeiten. Arbeitslosigkeit und Kurzarbeit zwangen im vergangenen Jahr deutlich mehr im Eigentum lebende Familien, einen so genannten Lastenzuschuss zur Bewältigung ihrer Hypothekenkredite in Anspruch zu nehmen. Das zeigt eine Umfrage von WELT ONLINE bei den Statistischen Landesämtern.

Experten raten Immobilienbesitzern bei finanziellen Problemen, frühzeitig dieses Wohngeld für Eigentümer zu beantragen. „Auf diese Weise können Familien Zwangsversteigerungen vermeiden“, sagt Torsten Weidemann, Referent für Wohnungswesen beim Eigentümerverband Haus & Grund.

In Baden-Württemberg schnellte die Zahl der Lastenzuschussempfänger nach Angaben des Statistischen Landesamtes 2009 um 61,6 Prozent auf 5.414 Haushalte in die Höhe. In Bayern stieg die Zahl der Empfänger um 37,3 Prozent von 3.958 auf 5.436 Haushalte. Im Saarland erhielten Ende Dezember 2009 insgesamt 1.370 im Eigentum wohnende Familien Lastenzuschusszahlungen – 48,9 Prozent mehr als zwölf Monate zuvor.

Die tatsächlichen Zahlen werden noch höher ausfallen, da in den Statistiken noch nicht jene Anträge erfasst sind, die im Dezember 2009 gestellt, aber bis Jahresende nicht beschieden wurden. In anderen Bundesländern sind die Statistikbehörden noch dabei, die Zahlen detailliert zusammenzutragen.

Experten sind nicht überrascht, dass 2009 deutlich mehr im Eigentum lebende Haushalte finanzielle Hilfen vom Staat erhielten als im Vorjahr. Zwar ist die Zahl der Erwerbslosen in den vergangenen zwölf Monaten nach Angaben der Bundesagentur für Arbeit nur um 91.000 auf 3,643 Millionen Menschen gestiegen.

„Der starke Anstieg der Kurzarbeit hat jedoch etliche Besitzer von Eigenheimen und Eigentumswohnungen bei der Bewältigung ihrer Immobiliendarlehen in Schwierigkeiten gebracht“, sagt Tobias Just, Immobilienanalyst bei Deutsche Bank Research. Ende 2009 bezogen 890.000 Arbeitnehmer Kurzarbeitergeld in Höhe von maximal 67 Prozent des Nettolohns. Das waren 620.000 Beschäftigte mehr als zwölf Monate zuvor.

„Lastenzuschüsse gewährt der Staat als vorübergehende Hilfe an Grundeigentümer, wenn diese wegen Kurzarbeit oder Arbeitslosigkeit die Aufwendungen für Zins und Tilgung ihrer Darlehen nicht mehr tragen können“, erläutert Haus-&-Grund-Referent Weidemann. Die Hilfe wird ausschließlich Haushalten gewährt, die im selbst genutzten Wohneigentum leben. Die Förderung ist auf zwölf Monate begrenzt.

Nach Ablauf dieser Frist kann eine Verlängerung um jeweils ein weiteres Jahr beantragt werden. Da über den Lastenzuschuss die zur Bedienung der Darlehen nötige Hilfe gewährt wird, fallen die Zahlungen höher aus als bei Mietern, die Wohngeld erhalten. 2008 betrug der durchschnittliche Lastenzuschuss pro Haushalt nach Berechnungen des Statistischen Bundesamtes 113 Euro gegenüber 88 Euro bei Wohngeldempfängern.

Der Lastenzuschuss wird nur gewährt, solange die Eigentümer Kurzarbeiterbezüge oder Arbeitslosengeld erhalten. Die Zahlungen enden sobald die Besitzer bei dauernder Arbeitslosigkeit nach spätestens 24 Monaten unter die Hartz-IV-Regelung fallen. Anschließend können Familien nur noch einen Zinszuschuss von den Argen erhalten – sofern die Banken mitspielen und das Haus oder die Wohnung nicht zu groß sind. Für eine vierköpfige Familie beträgt die Obergrenze 120 Quadratmeter. Zahlungen zur Tilgung des Kredits leisten die Jobcenter nicht.

„Die Lastenzuschüsse können Grundeigentümer durch eine vorübergehende Krise tragen, jedoch nicht dauerhaft den Immobilienbesitz sichern“, erläutert Analyst Just. Dies sei im vergangenen Jahr zusammen mit der verlängerten Kurzarbeiterregelung gut gelungen. „Ohne beide Maßnahmen wäre es 2009 zu einem deutlichen Anstieg der Zwangsversteigerungen gekommen“, sagt Just.

Nach der Statistik der auf Zwangsversteigerungen spezialisierten Gesellschaft Argetra stieg die Zahl der von Amtsgerichten anberaumten Termine im vergangenen Jahr in deutlich geringerem Umfang als die Zahl der Empfängerhaushalte von Lastenzuschüssen. In Baden-Württemberg nahm die Zahl der Zwangsversteigerungstermine danach um nur 1,9 Prozent auf 5785 Fälle zu, in Bayern lediglich um 1,4 Prozent auf 7803 Fälle.

Im Saarland stieg die Zahl der Zwangsversteigerungstermine zwar um elf Prozent auf 1.123 Fälle. Der Anstieg fiel damit aber immer noch geringer aus als bei den Lastenzuschussempfängern, deren Zahl um 48,9 Prozent zulegte.

Hintergrund

Wohngeldstellen helfen

Anträge auf Lastenzuschüsse müssen Grundeigentümer bei der Wohngeldstelle ihrer Kommune stellen. Ein Anspruch besteht nicht nur, wenn das monatliche Einkommen nicht mehr reicht, um den Hypothekenkredit zum Kauf der Immobilie zu tragen. Auch bei Engpässen durch später aufgenommene Modernisierungsdarlehen wird die Hilfe gewährt.


Gefunden bei diepresse.com:

US-Defizit erreicht Rekordwert von 220 Milliarden Dollar

10.03.2010 | 20:59 | (DiePresse.com)

Das Defizit im US-Haushalt war im Februar um 14 Prozent höher als im Vorjahr. Für das gesamte Haushaltsjahr 2009/2010 wird ein Defizit von 1,56 Billionen Dollar erwartet.

Das Defizit im US-Haushalt hat im Februar einen neuen Monatsrekord erreicht. Der Fehlbetrag im abgelaufenen Monat habe bei 220,9 Milliarden Dollar (162 Mrd. Euro) gelegen, teilte das Finanzministerium in Washington am Mittwoch mit. Dies waren 14 Prozent mehr als im Vorjahresmonat.

Die Staatsausgaben stiegen im gleichen Zeitraum um 17 Prozent auf 328,4 Milliarden Dollar. Auch das war ein neuer Rekord für einen Februar. Das Weiße Haus erwartet für das gesamte Haushaltsjahr 2009/2010 ein Rekorddefizit von 1,56 Billionen Dollar nach einem Minus von 1,42 Billionen Dollar im vorangegangenen Finanzjahr.

(Ag.)


Letzte Woche fand wieder ein “Kreditgipfel” statt, bei dem die Bundesrgeierung zusammen mit Vertretern der Kreditwirtschaft über die Kreditvergabe und die drohende Kreditklemme beratschlagte. Während die Regierung nach wie vor darauf beharrt, dass es keine Kreditklemme gibt, sind es immer mehr mittelständische Unternehmen, die das ganz anders sehen…

Gefunden bei rp-online.de:

Kreditklemme für Firmen

Mittelständler haben größte Probleme

zuletzt aktualisiert: 12.03.2010 – 07:39

Passau (RPO). Die Mittelstandsbeauftragte der Grünen-Bundestagsfraktion, Christine Scheel, sieht eine echte Gefahr” für den Aufschwung auch nach dem “Kreditgipfel” der Bundesregierung in der anhaltenden zögerlichen Kreditvergabe der Banken. Sie fordert die Sparkassen auf, mehr Kredite für kleinere und mittelgroße Betriebe zu vergeben.

Diese urteilten oft viel zu pauschal, sagte Scheel der “Passauer Neuen Presse”: “Jede Firma aus dem Bereich Automobilzulieferung gilt beispielsweise als risikobehaftet und hat es schwer, an Geld zu kommen.” Es sei Aufgabe der Banken vor Ort, Firmen nicht einfach als riskant einzustufen, weil sie zu einer Krisenbranche gehören. Jedes einzelne Unternehmen müsse man sich genau anschauen.

Die Sparkassen hätten im Jahr 2009 gut verdient und hätten weniger Wertberichtigungen als andere Kreditinstitute in der Finanzkrise hinnehmen müssen, sagte Scheel. “Deshalb sind sie jetzt gefordert, Betriebsmittelkredite bereitzustellen. In vielen Firmen sind die Lager leergeräumt, ist das Eigenkapital verbraucht. Diese Unternehmen benötigen dringend Kredite, um ihre Bestände aufzufüllen, um neue Aufträge zu bekommen.”

“Kleine und mittelständische Firmen haben die größten Probleme”, sagte Scheel. Großunternehmen würden sich meist direkt an den Deutschlandfonds der Bundesregierung wenden. Deshalb sei es gut, dass die staatseigene KfW-Bank noch einmal ein Sonderprogramm aufgelegt habe: “93 Prozent derjenigen, die darauf zurückgegriffen haben, sind Mittelständler.” Allerdings fürchtet die Grünen-Politikern, “dass manche Hausbanken KfW-Darlehen nicht weiterreichen, um eigene zu viel härteren Konditionen zu vergeben”.


Oder aber -6,3% gegenüber Vormonat Dezember 2009…

Gefunden bei destatis.de:

Pressemitteilung Nr.090 vom 10.03.2010

Deutsche Ausfuhren im Januar 2010: + 0,2% gegenüber Januar 2009

WIESBADEN – Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) anhand vorläufiger Ergebnisse mitteilt, wurden im Januar 2010 von Deutschland Waren im Wert von 63,9 Milliarden Euro ausgeführt und Waren im Wert von 56,0 Milliarden Euro eingeführt. Die deutschen Ausfuhren waren damit im Januar 2010 um 0,2% höher und die Einfuhren um 1,4% niedriger als im Januar 2009. Im Vormonatsvergleich war die Entwicklung von Aus- und Einfuhren kalender- und saisonbereinigt gegenläufig: Während die Ausfuhren im Januar 2010 gegenüber Dezember 2009 um 6,3% sanken, nahmen die Einfuhren um 6,0% zu.

Die Außenhandelsbilanz schloss im Januar 2010 mit einem Überschuss von 8,0 Milliarden Euro ab. Im Januar 2009 hatte der Saldo in der Außenhandelsbilanz 7,1 Milliarden Euro betragen. Kalender- und saisonbereinigt lag im Januar 2010 der Außenhandelsbilanzüberschuss bei 8,7 Milliarden Euro.

Zusammen mit den Salden für Dienstleistungen (– 2,0 Milliarden Euro), Erwerbs- und Vermögenseinkommen (+ 2,9 Milliarden Euro), laufende Übertragungen (– 4,4 Milliarden Euro) sowie Ergänzungen zum Außenhandel (– 0,9 Milliarden Euro) schloss – nach vorläufigen Berechnungen der Deutschen Bundesbank – die Leistungsbilanz im Januar 2010 mit einem Überschuss von 3,6 Milliarden Euro ab. Im Januar 2009 hatte die deutsche Leistungsbilanz einen Aktivsaldo von 3,2 Milliarden Euro ausgewiesen.

In die Mitgliedstaaten der Europäischen Union wurden im Januar 2010 Waren im Wert von 40,8 Milliarden Euro (– 1,1%) versandt und Waren im Wert von 35,7 Milliarden Euro von dort bezogen. Gegenüber Januar 2009 nahmen die Versendungen in die EU-Länder um 1,1% ab und die Eingänge aus diesen Ländern um 0,5% zu. In die Länder der Eurozone wurden im Januar 2010 Waren im Wert von 28,0 Milliarden Euro (– 2,1%) geliefert und Waren im Wert von 25,4 Milliarden Euro (– 1,5%) aus diesen Ländern bezogen. In die EU-Länder, die nicht der Eurozone angehören, wurden im Januar 2010 Waren im Wert von 12,9 Milliarden Euro (+ 1,2%) ausgeführt und Waren im Wert von 10,3 Milliarden Euro (+ 5,8%) von dort eingeführt.

In die Länder außerhalb der Europäischen Union (Drittländer) wurden im Januar 2010 Waren im Wert von 23,1 Milliarden Euro exportiert und Waren im Wert von 20,3 Milliarden Euro aus diesen Ländern importiert. Gegenüber Januar 2009 nahmen die Exporte in die Drittländer um 2,5% zu und die Importe von dort um 4,6% ab.


Gefunden bei augsburger-allgemeine.de:

Verlag Weka Media entlässt 25 Mitarbeiter

12.03.2010 05:19 Uhr

von Anton Schlickenrieder

Kissing Den fünf Geschäftsführern, die Ende Januar gehen mussten, sind nun bei der Weka Media GmbH & Co. KG 25 weitere Mitarbeiter gefolgt. Dies teilt Geschäftsführer Werner Pehland auf Anfrage mit. Die Reorganisation am Standort Kissing sei noch nicht abgeschlossen, der Betriebsrat aber von Anfang an involviert gewesen.

Betroffen seien insgesamt 25 Arbeitnehmer aus den Unternehmensbereichen PC Bau & Kommune sowie Weka Service. Auch das Kissinger Medienunternehmen sei von den Folgen der wirtschaftlichen Krise betroffen und habe mit einer Portfolio-Reduktion in den Segmenten Handwerk und Altenpflege notwendige Gegenmaßnahmen getroffen. Die Kündigungen seien betriebsbedingt und daher leider unvermeidbar, so Pehland.

Blanca Eder, die Betriebsratsvorsitzende (Weka Medien und Weka Service), erzählt von ihren Bemühungen gemeinsam mit ihrem Stellvertreter Josef Mieslinger, den ursprünglich auf bis zu 55 Vollzeitstellen (70 „Köpfe“) angesetzten Schnitt auf jetzt 25 reduziert zu haben. Zudem ist sie sehr zufrieden damit, eine laut Sozialplan mögliche Abfindungsquote auf Höhen zu schrauben, die ein gutes Stück über der gesetzlich vorgeschriebenen liegen. „Da kommt bei manchem Kollegen, der gehen muss, schon ein Sümmchen zusammen“, sagt sie.

Froh ist sie aber auch, die ursprünglich für 2009 angedachten Kündigungen bis jetzt Ende Februar aufgeschoben zu haben. Denn Firmengründer Werner Mützel hat zwischenzeitlich nicht nur die fünf Geschäftsführer entlassen, sondern auch Werner Pehland zurückgeholt. Pehland betont: „Um auch in Zukunft wettbewerbsfähig zu bleiben, passt Weka seine Organisationsstruktur den geänderten Rahmenbedingungen an. Dazu zählen Restrukturierungen ebenso wie Investitionen in neue Geschäftsfelder, Produkte und Dienstleistungen, besonders im Online-Bereich.“

Die Weka-Firmengruppe beschäftigte im Jahr 2009 bei einem Umsatz von 210 Millionen Euro 1250 Mitarbeiter. Das Geschäftsvolumen ist seit 2008 leicht gesunken (minus zwölf Millionen Euro), die Zahl der Mitarbeiter leicht gewachsen (plus 31).

letzte Änderung: 12.03.2010 – 08:20 Uhr


Gefunden bei maerkischeallgemeine.de:

13.03.2010 - WIRTSCHAFT: Krise schlägt auf den Magen

Wurstlieferant reduziert Mitarbeiter am Standort Linthe

LINTHE – Wo Zimbo dran steht ist inzwischen nicht mehr Zimbo drin. Das trifft zumindest auf das Domizil des Fleisch- und Wurstwarenproduzenten im Linther Gewerbegebiet zu. Zwar gehört die Immobilie nach wie vor der Firma Zimbo. Eingemietet haben sich jedoch dort seit August 2008 die Fresh Food Services GmbH & Co. KG (FFS) sowie deren Subunternehmen.

Sie konfektionieren und lagern Fleisch- und Wurstprodukte und liefern diese als Großhändler an mittelständische Geschäfte wie Fleischereien, Bäcker oder Betriebskantinen in den neuen Bundeländern und Berlin aus.

Die Firma FFS mit Hauptsitz in Bochum beschäftigte bislang insgesamt 320 Mitarbeiter. Dem Standort Linthe sind 155 – davon 50 im Zetrallager – zugeordnet. 22 von ihnen erhielten nun die Kündigung und müssen gestaffelt bis August gehen. Das trifft zudem zehn bis zwölf Beschäftigte, die beim Subunternehmen angestellt waren. Die Veränderungen in der Betriebsstruktur bestätigte FFS-Geschäftsführer Rainer Seifert gestern auf Nachfrage der MAZ. Demnach habe FFS nun ein neues Subunternehmen gebunden. Womöglich werden von diesem einige Mitarbeiter übernommen. Konkrete Vereinbarungen gebe es dazu aber nicht, so Seifert. Er verweist auf den durch die allgemeine Krise bedingten Auftragsrückgang im Jahr 2009. „Wir haben keine schwarzen Zahlen geschrieben“, sagt der Geschäftsführer. Daher müsse die Betriebsstruktur nun angepasst werden.

Gerüchte, wonach künftig Leiharbeiter aus Tschechien in Linthe tätig sein sollen, wies Seifert gegenüber der MAZ klar zurück. „Das liegt nicht im Sinne unserer Firma.“

Insgesamt wolle FFS am Standort Linthe festhalten. Dort befindet sich das Zentrallager für Frischeprodukte. Der zweite Standort liegt im Ruhrgebiet, wo ein Lager für Tiefkühlprodukte arbeitet. (Von Thomas Wachs)


“Deal or no-deal” ist man geneigt zu fragen… Nachdem einige englischsprachige Zeitungen (u.a. der englische Guardian) gestern Abend berichteten, dass die EU angeblich einen Bailout-Plan beschlossen hat, in dem Deutschland eine “Schlüsselrolle” zukommt (Zitat: “Germany, the EU’s traditional paymaster“), trudeln jetzt die ersten (hilflos wirkenden) Dementis aus Berlin ein, z.B. auf reuters.com… Ich habe mal beide Artikel angehängt.

Gefunden bei guardian.co.uk (Hervorhebungen von mir hinzugefügt):

Greece debt: EU agrees bailout deal

Exclusive: Germany plays pivotal role in potential eurozone rescue package for Greek debts

Ian Traynor in Brussels

guardian.co.uk, Friday 12 March 2010 16.37 GMT

The eurozone has agreed a multibillion-euro bailout for Greece as part of a package to shore up the single currency after weeks of crisis, the Guardian has learnt.

Senior sources in Brussels said that Berlin had bowed to the bailout agreement despite huge resistance in Germany and that the finance ministers of the “eurozone” – the 16 member states including Greece who use the euro – are to finalise the rescue package on Monday. The single currency’s rulebook will also be rewritten to enforce greater fiscal discipline among members.

The member states have agreed on “co-ordinated bilateral contributions” in the form of loans or loan guarantees to Greece if Athens finds itself unable to refinance its soaring debt and requests help from the EU, a senior European commission official said.

Other sources said the aid could rise to €25bn (£22.6bn), although it is estimated in European capitals that Greece could need up to €55bn by the end of the year.

Germany, the EU’s traditional paymaster, but the most reluctant to come to the rescue of a fiscal delinquent in the current crisis, has played the pivotal role in organising the rescue package, the sources added.

“There have been quite intensive preparations under the eurogroup. We have the ways and means to do it,” said the senior official, asking not to be named because of the subject’s sensitivity.

“It will be a co-ordinated approach of bilateral contributions [between EU governments] … A bilateral contribution can be a loan or a loan guarantee. The guarantees will facilitate the kind of funds potentially needed in this context.”

The rules governing the operation of the single currency proscribe a bailout for a country on the brink of insolvency. Berlin, in particular, has been worried that any bailout of Greece could be challenged in its constitutional court.

The senior official said the agreement – which will not involve any contribution from the UK taxpayerhad been tailored to respect the bailout ban and avoid a supreme court challenge in Germany.

Alongside the financial relief package for Greece, the European commission is rushing through tougher rules for the eurozone, using powers conferred by the recently enacted Lisbon treaty to try to establish a system of rigorous “budgetary surveillance” of all 16 participating countries. The aim is a new regime of “reinforced economic policy co-ordination” in the EU.

“This is the essential lesson that has to be learned from the Greek case,” Olli Rehn of Finland, the new commissioner for economic and monetary affairs, told the Guardian (and four other European papers).

“The Greek case is a potential turning point for the eurozone,” said Rehn in the interview. “If Greece fails and we fail, this will do serious and maybe permanent damage to the credibility of the European Union. The euro is not only a monetary arrangement, but a core political project of the European Union … In that sense, we are at a crossroads.”

While ready to bail out the Greeks if only on terms of “rigorous conditionality”, European leaders are hoping that the rescue will not be needed, that the draconian package of austerity measures announced by Prime Minister George Papandreou will be enough to calm the markets and stabilise the euro.

EU leaders are to rule next week on whether Papandreou is doing enough to slash the 12.7% budget deficit by four percentage points this year, part of his ambition to cut the deficit by 10 points over three years.

Rehn said he would unveil new proposals next month, enshrining a new single currency regime of “rigorous surveillance of national budgets” and that Eurostat, the EU’s statistical agency, would need to be given formidable new auditing powers over the books of eurozone member states, a demand that may be resisted by EU governments.

“That’s the hard core of our proposal. [The surveillance] should be automatic,” said Rehn. “We have an immediate corrective instrument for the Greek case, plus another framework to prevent new Greek crises.”

Inside the commission, officials are confident that Wolfgang Schäuble, the German finance minister, supports the tough new regime being plotted. Schäuble, who uses a wheelchair and is currently in hospital, and will not attend key meetings in Brussels on Monday and Tuesday.

Schäuble enjoys a longstanding reputation as a European integrationist and is said to have played a central role in shaping the Greek bailout plans despite widespread hostility to any such moves in Germany.

Over the past week, he has sparked a major debate by calling for a European Monetary Fund to underpin the currency, and yesterday stoked more controversy by proposing that serial sinners in the eurozone could be expelled from the single currency club.

The EMF concept is for the long-term and a new rule enabling expulsion from the euro club would require the Lisbon treaty to be re-opened, a nightmare for most after labouring over it for almost nine years.

While senior figures in Brussels believe that Chancellor Angela Merkel and Schäuble are intensely serious about establishing an EMF, they also suspect they are using the idea to assuage hostile public opinion in Germany and “prepare a short-term fire brigade operation for Greece”.

Gefunden bei reuters.com:

UPDATE 2-Germany unaware of Greek bailout, EU says no deal done

Sat Mar 13, 2010 5:56am EST

* Paper reports euro zone agrees bailout plan for Greece

* German FinMin says unaware of such a plan

* European Commission says no deal has been concluded

* Rehn to seek new auditing powers for Eurostat in euro zone

(Adds EU Commission comment)

BRUSSELS, March 13 (Reuters) – Germany’s Finance Ministry said on Saturday it was not aware of any agreement by euro zone members to bail out heavily indebted Greece, and the European Union’s executive said no such deal had been concluded.

The statements followed a report by Britain’s Guardian newspaper that a multi-billion euro bailout for Greece had been agreed as part of a package to support the euro.

The paper quoted a senior European Commission official as saying the 16 euro zone members had agreed on “coordinated bilateral contributions” in the form of loans or loan guarantees if Athens was unable to refinance its debts and called on the EU for help.

Asked whether a deal had been concluded on financial support for Greece, European Commission spokesman Jonathan Todd said: “The Commission stands ready to act if necessary. Technical work is ongoing and has not yet been concluded. All the rest is speculation.”

A German ministry spokesman said he could not believe the newspaper report was correct.

“We are not aware that this is being planned,” he said, adding that Greece had not requested any aid. “Greece is implementing its (savings) programme and we expect that it will manage it alone.”

The reports come ahead of a meeting of finance ministers on Monday, which officials have told Reuters would praise Greek austerity efforts and discuss a support mechanism that Athens could use to finance its borrowing needs if necessary.

Euro zone policymakers have been debating the issue of possible financial aid for Greece for more than a month, but have so far provided only words of support. Germany, key to any deal, has resisted appeals to promise aid.

The Guardian said agreement on a package had been reached despite strong resistance by Berlin. Berlin had played the pivotal role in organising the deal, the paper quoted other sources as saying.

Euro zone finance ministers will finalise the package on Monday, the paper said.

The aid to be made available by the bailout could reach 25 billion euros, the paper quoted its sources as saying. Greece’s borrowing needs for the whole of 2010 total 53.2 billion euros.

DEBT BURDEN

Greece, labouring under a crippling debt burden, announced a 4.8 billion euro package of austerity measures last week designed to reduce its budget deficit to 8.7 percent of GDP this year from 12.7 percent in 2009.

That has helped to ease markets’ nerves and bring down the high premium over benchmark European bonds it has to pay to raise funds from a high of more than 400 basis points in January.

The bailout “will be a coordinated approach of bilateral contributions … a bilateral contribution can be a loan or a loan guarantee. The guarantees will facilitate the kind of funds potentially needed in this context,” the Guardian quoted the senior Commission official as saying.

The agreement has been tailored to avoid breaking the ban in the rules governing the operation of the euro currency, on a bailout for a country on the brink of bankruptcy, and to avoid a challenge by Germany’s supreme court, the official said.

The Commission is also rushing through tougher rules for the euro zone to set up rigorous “budgetary surveillance” of the 16 member states, the Guardian said. Greece has in the past provided the European Union with misleading economic statistics.

“The Greek case is a turning point for the euro zone,” the Guardian also quoted EU Economic and Monetary Affairs Commissioner Olli Rehn as saying in an interview with it and other European papers.

“If Greece fails and we fail, this will do serious and maybe permanent damage to the credibility of the European Union. The euro is not only a monetary arrangement but a core political project of the European Union … in that sense we are at a crossroads.”

Rehn said he would propose next month a regime of “rigorous surveillance of national budgets” including giving Eurostat, the EU statistics agency, big new auditing powers over the accounts of euro zone member states. (Reporting by Tim Pearce in London, Pete Harrison in Brussels and Volker Warkentin in Berlin, Writing by Sarah Marsh; Editing by Patrick Graham)


Edit 13.03.2010: “LibertyPointe Bank” hinzugefügt…

Damit nun insgesamt 30 Bankpleiten in 2010…

Anbei die Links zu dne offiziellen Meldungen des FDIC:


Hoffentlich der letzte Artikel dieser Art für heute… :-(

Gefunden wiederum bei augsburger-allgemeine:

Konkurs im Baugeschäft

11.03.2010 18:55 Uhr

von joshena diessenbacher

Augsburg Für die Mitarbeiter war es ein Schock: Die Augsburger Firma Reisch-Bau musste Insolvenz anmelden. Als Grund nennt Geschäftsführerin Christine Reisch einen Umsatzeinbruch von rund 500 000 Euro letztes Jahr im Zuge der Wirtschaftskrise.

47 Beschäftigte sind von der Schließung betroffen. Jetzt kommt es für Karl Bauer von der Industriegewerkschaft Bauen-Agrar-Umwelt (IGbau) und den Betriebsrat der Firma darauf an, die betroffenen Mitarbeiter zu vermitteln. Vier von fünf Lehrlinge seien schon in anderen Betrieben untergekommen. Ebenso einige der Mitarbeiter. Aber für einen großen Teil der Arbeiter sei man noch in Kooperation mit dem Arbeitsamt auf der Suche. „Die schlechten Witterungsbedingungen sind dabei von Nachteil“, so Bauer.

Arbeiten der Firma in Augsburg sind beispielsweise die Umgestaltung und Sanierung des Stadtmarktes mit Brunnenplatz oder die Außenanlagen der Fachhochschule und des Finanzamtes.

Die Insolvenz der Traditionsfirma sei ein großer Verlust für die Augsburger Baubranche, unterstreicht Gewerkschafter Karl Bauer. Wegen des harten Preiskampfes in der Branche müssten nach und nach kleinere Betriebe schließen. „Reisch-Bau hat immer gute Arbeit geleistet und auch viel für die Stadt gearbeitet.“ Überdies blicke Reisch-Bau auf eine fast hundertjährige Betriebsgeschichte zurück und viele Mitarbeiter seien schon seit 40 Jahren bei der Firma beschäftigt. „Viele Beschäftigte sind vor den Kopf gestoßen, vor allem, weil sie wegen der Schwierigkeiten der Firma in den letzten Jahren schon Lohnzugeständnisse gemacht haben“, so Bauer. Es handle sich um kompetente Arbeiter, die jahrzehntelang bei jedem Wetter draußen gearbeitet haben. Gestern erläuterte Geschäftsführerin Christine Reisch gegenüber unserer Zeitung, dass sie keine andere Möglichkeit mehr gesehen habe.

letzte Änderung: 11.03.2010 – 18:55 Uhr


Und noch eine Insolvenz-Meldung – gefunden bei schwarzwaelder-bote.de:

NAGOLD

Nagold – Gurtweberei Schickhardt meldet Insolvenz an

Ebhausen – Die Auswirkungen der Wirtschaftskrise haben mit der Band- und Gurtweberei Schickhardt nun einen der größten Arbeitgeber Ebhausens in Zahlungsnöte gebracht. Das Unternehmen hat Insolvenz angemeldet, hofft aber auf die Fortführung des Betriebs, von dem 60 Arbeitsplätze abhängen.

Die wirtschaftlichen und finanziellen Schwierigkeiten der Schickhardt GmbH kamen nicht völlig überraschend. Sie hatten sich in den vergangenen Wochen und Monaten abgezeichnet. So hat das tarifgebundene Unternehmen erst kürzlich mit der Gewerkschaft IG Metall eine Vereinbarung getroffen, weil es Urlaubs- und Weihnachtsgeld vorerst nicht zahlen konnte. Im Gegenzug sollten die Mitarbeiter nach Gewerkschaftsangaben eine Beschäftigungsgarantie bis Ende 2010 erhalten.

Situation nur eine bestimmte Zeit lang standhalten

Die Firma Schickhardt musste nach Angaben von Geschäftsführer Hans-Dieter Schirmer 2009 einen Einbruch beim Umsatz von rund 25 Prozent hinnehmen. Der liege in normalen Jahren bei rund fünf Millionen Euro. »Dies ist durch die Wirtschaftskrise bedingt«, sagte Schirmer. Ein mittelständisches Unternehmen könne dieser Situation nur eine bestimmte Zeit lang standhalten: »Dann ist irgendwann mal das Geld für den laufenden Betrieb weg.«

Schickhardt ist ein Unternehmen der Textilbranche und stellt Gurte für unterschiedlichste Einsatzbereiche her – angefangen von Gurten für Rollläden, über Helme bis hin zum Einsatz im Bereich Maschinen und Anlagenbau.

Die Anmeldung der Insolvenz bezeichnete Schirmer als »Flucht nach vorn«. Ziel sei es, das Unternehmen fortzuführen, bekräftigte der Geschäftsführer. Die derzeitige Auftragslage sei zufriedenstellend, die Entwicklung verhalten positiv. Das letzte Wort habe hier aber freilich der Insolvenzverwalter. Das Amtsgericht Tübingen hat Rechtsanwalt Jürgen Sulz aus Reutlingen zum vorläufigen Insolvenzverwalter bestellt.

Sulz war gestern für eine Stellungnahme nicht zu erreichen. Er wird am morgigen Freitag zu einer Betriebsversammlung in das Ebhauser Unternehmen kommen, um die Mitarbeiter über die aktuelle Situation und die Zukunftsaussichten zu informieren.

Auch die IG Metall ist aktiv geworden. Die Gewerkschaftssekretärin Violetta Garzanti hat sich gestern mit dem Betriebsrat von Schickhardt beraten, wie die Interessen der Beschäftigten am besten wahrgenommen werden können – unter anderem auch wegen der offenstehenden Sonderleistungen. Mehr als die Hälfte der Schickhardt-Mitarbeiter sind laut Garzanti gewerkschaftlich organisiert.

Als »schweren Schlag« bezeichnete Ebhausens Bürgermeister Volker Schuler die Nachricht von der Schickhardt-Insolvenz. Die Firma sei ein wichtiger Arbeitgeber in der Gemeinde. Das treffe einen doppelt hart, zumal es in Ebhausen nicht so viele Firmen gebe. »Ich hoffe, dass das Unternehmen fortgeführt werden kann«, sagte Schuler.

Von Markus Katzmaier

11.03.2010 – aktualisiert am 11.03.2010 16:59


Gefunden bei augsburger-allgemeine.de:

Ruku schrumpft weiter

11.03.2010 05:15 Uhr

Illertissen – Lange war es befürchtet worden: Bei Ruku müssen etliche Beschäftigte gehen. Wie Insolvenzverwalter Hans-Jörg Derra gestern verkündete, werden 40 Mitarbeiter mit sofortiger Wirkung entlassen, 31 weitere werden freigestellt.

Das heißt, die haben ihre Arbeit verloren, bleiben aber noch bis zum Ablauf ihrer Kündigungsfrist beim Unternehmen angestellt. In der Insolvenz ist die Zeit allerdings auf maximal drei Monate begrenzt. Ihr Einkommen bezahlt hauptsächlich die Arbeitsagentur.

Mit den verbliebenen 83 Beschäftigten will das renommierte Unternehmen weiterproduzieren. „Ruku wird fortgeführt“, versprach Derra gestern vor der Presse. Damit schrumpft die Firma weiter: Vor Kurzem war der Bereich Klappmöbel und Saunen ausgegliedert worden. Er wird als „Ruku Manufaktur“ vom ehemaligen Prokuristen Gotthard Balles und seinem Schweizer Partner weitergeführt. Übrig geblieben ist der Produktionsbereich, mit dem das Illertisser Traditionsunternehmen bekannt geworden ist, die Fertigung von Toren und Türen.

Um überhaupt weitermachen zu können, sei der Personalabbau unumgänglich gewesen, erklärte der Ulmer Insolvenzverwalter. „Das ist bedauerlich, aber nicht zu ändern“, sagte der Anwalt. Andernfalls hätte es passieren können, dass man das Unternehmen in zwei bis drei Monaten hätte dichtmachen müssen. Als Grund für die Entwicklung führte er vor allem die wetterbedingt mäßige Nachfrage in der Baubranche an. Übers Jahr gesehen, gleiche sich die zwar wieder aus, aber ein Unternehmen in der Insolvenz habe keinen so langen Atem, die Mittel der Gläubiger dürften nicht verpulvert werden. Allerdings sieht Derra Hoffnungszeichen, denn die Auftragslage ziehe bereits wieder an. „Ich bin zuversichtlich, dass wir jetzt klarkommen.“ Mit den verbliebenen Mitarbeitern könne das Geschäft noch bewältigt werden, er will aber nicht ausschließen, dass trotzdem noch „jemand zurückgeholt werden muss.“

Sehr vorsichtig äußerte sich Derra zur Zukunft des Unternehmens. Er habe mit Interessenten sehr intensiv gesprochen, sie stünden bereit für abschließende Verhandlungen: „Eigentlich denke ich, dass es funktionieren sollte.“ Näheres wollte er dazu nicht sagen.

Die Arbeitnehmervertretung gab sich etwas optimistischer. Franz Marksteiner, stellvertretender Betriebsratsvorsitzender, sagte klar: „Wir sind sehr zuversichtlich.“ Grundsätzlich beschrieb er seine Gefühlslage zurückhaltend als realistisch: „Wir sind im sechsten Monat insolvent, da macht man keine Freudensprünge. Wir haben schon lustigere Tage gesehen.“ Wie die Stimmung in der Firma sei? „Die Mannschaft steht voll zum Betrieb.“

Unternehmen hat wieder Luft

Günter Frey, Gewerkschaftssekretär der IG Metall Neu-Ulm/Günzburg lobte den Einsatz des Insolvenzverwalters für das Unternehmen. Es sei sehr positiv, dass er so intensive Gespräche zum Fortbestand von Ruku führe. Die Alternative wäre andernfalls die Schließung. Durch den Teilverkauf habe Ruku wieder mehr Luft.

Wie berichtet, haben Prokurist Balles und der Schweizer Ruku-Verkäufer Pius Engel die Produktion der Bierbänke und Saunen aus dem Gesamtunternehmen herausgekauft. Damit sicherten sie in Illertissen 51 Arbeitsplätze und stellten sogar in Aussicht, möglicherweise aufzustocken, weil das Geschäft sehr gut gehe. Der übrig gebliebene Türen- und Torbereich gilt wegen einer Vielzahl an Produkten sowie einem hohen Finanzierungsbedarf als schwerer zu veräußern. (hip)


Gefunden bei freiepresse.de:

Kultusministerium muss 38 Millionen Euro sparen

Weniger Geld unter anderem für Schulen in freier Trägerschaft

Dresden (ddp-lsc). Auch das Kultusministerium muss wegen sinkender Steuereinnahmen des Freistaats im aktuellen Haushalt drastisch sparen. Kultusminister Roland Wöller (CDU) sagte am Donnerstag in Dresden, dass seinem Ressort rund 38 Millionen Euro weniger zur Verfügung stünden. Diese Summe setze sich zusammen aus 18,4 Millionen Euro Haushaltssperre sowie 20 Millionen Euro an zusätzlichen Ausgaben für Kindertagesstätten. “Wir versuchen, die Summe vor allem durch geringere Ausgaben an anderer Stelle aufzufangen”, betonte Wöller. Keinesfalls werde es Abstriche bei der Absicherung des Unterrichts oder beim Schulhausbau geben.

Nach vorläufiger Einschätzung zeichne sich ab, dass in diesem Jahr vor allem im Bereich Schulen in freier Trägerschaft deutlich weniger Geld benötigt werde als bei der Aufstellung des vergangenen Haushaltes absehbar gewesen sei. Grund dafür seien die weiter zurückgehenden Schülerzahlen an den Berufsbildenden Schulen. Voraussichtlich werden hierfür nach Angaben Wöllers 15 Millionen Euro weniger benötigt als ursprünglich geplant. Auch in dem für Eltern beitragsfreien letzten Kindergartenjahr würden drei Millionen Euro weniger gebraucht als veranschlagt.

Bei den sächlichen Verwaltungsausgaben innerhalb der Schulverwaltung sollen ebenfalls rund drei Millionen Euro weniger ausgegeben werden, hieß es. Bei Reisekosten, Fortbildungen und Veröffentlichungen gelte eine grundsätzliche Sperre von 25 Prozent. Ausgenommen seien Schulfahrten. Bei den Ganztagesangeboten werde der Etat voraussichtlich von 30 auf etwa 26 Millionen Euro reduziert. Damit entspreche die Summe in etwa den tatsächlichen Ausgaben vom vergangenen Jahr. Einschnitte werde es hingegen im Bereich der Weiterbildung geben müssen, wo das Budget um etwa 700 000 auf sechs Millionen Euro gekürzt werde.

Rückendeckung bekam Wöller für seine Kürzungspläne erwartungsgemäß vom bildungspolitischen Sprecher der CDU-Fraktion, Thomas Colditz. “So bedauerlich die Kürzungen sind, der Kultusminister hat mit seinen Sparvorschlägen die richtigen Schwerpunkte gesetzt”, sagte er. Kürzungen bei den beruflichen Privatschulen seien wegen des “dramatischen Schülerrückgangs” verkraftbar. Die Einschnitte bei der Finanzierung von Ganztagsangeboten seien dagegen schmerzlich.

Die Grünen forderten dagegen mehr Transparenz bei den geplanten Einsparungen. Die bildungspolitische Sprecherin der Fraktion, Annekathrin Giegengack, verlangte von Wöller klare Aussagen, welche Schulen von den Einschränkungen der Ganztagsangebote konkret betroffen seien und welche Angebote der Weiterbildung in den Volkshochschulen nicht mehr aufrechterhalten werden könnten, welche Stellen wegfielen. Wöller solle in der Ausschussitzung am kommenden Montag die Kriterien der Mittelkürzung und die konkreten Auswirkungen offenlegen, damit eine Diskussion über die tatsächlichen Konsequenzen erfolgen könne, sagte Giegengack.

Der bildungspolitische Sprecher der FDP-Fraktion, Norbert Bläsner, betonte: “Auch wenn die Einsparungen im Bereich des Kultusministeriums schmerzlich sind, so zeigt sich dennoch, dass bei der Wahl der Maßnahmen die Sicherung der Qualität vorderstes Ziel war.” Trotz der schwierigen Haushaltssituation werde damit sichtbar, dass für die Staatsregierung die Bildungspolitik in Sachsen wichtig ist. Für die anstehenden Haushaltsberatungen müssten nun klare Prioritäten gesetzt werden. “Wir dürfen bei der Qualität der Bildung nicht sparen”, mahnte er.

Finanzminister Georg Unland (CDU) hatte Anfang Januar aufgrund der sinkenden Steuereinnahmen eine Haushaltssperre für alle Ressorts verhängt. Insgesamt 190,8 Millionen Euro muss die Staatsregierung in diesem Jahr einsparen.

(ddp)

© Copyright ddp Nachrichtenagentur GmbH


Interessantes Details aus nachfolgendem Artikel: die Insolvenz wurde notwendig, weil das Unternehmen 3 Millionen EUR nicht finanziert bekam. Gefunden bei dorstenerzeitung.de:

Finanzieller Engpass

Hötten GmbH stellt Antrag auf Insolvenz

Von Stefan Diebäcker am 3. März 2010 21:34 Uhr

WULFEN Seinen Optimismus und Enthusiasmus hat Hans-Jürgen Kokot nicht verloren. Dabei macht der Geschäftsführer der Hötten GmbH gerade schwierige Zeiten durch. Denn das Maschinenbauunternehmen aus Wulfen hat Insolvenz angemeldet.

Seit Jahren verkündet Hans-Jürgen Kokot in schöner Regelmäßigkeit Erfolgsmeldungen. Immer dann, wenn wieder ein Millionenauftrag unter Dach und Fach ist. So soll es weitergehen, denn “die Bücher sind voll”, sagt der 58-Jährige. Das Auftragsvolumen: 32 Mio. Euro. Und doch hat das Traditionsunternehmen Probleme bekommen.

Nicht, weil die Kunden aus Osteuropa, Afrika und Asien nicht zahlen würden. Sondern weil die Hötten GmbH zuletzt drei Millionen Euro nicht finanziert bekam. “Uns geht es da nicht besser als vielen anderen mittelständischen Unternehmen”, meint Kokot lapidar. “Da sind wir machtlos, aber wir versuchen gerade, auf der Verbindlichkeitenseite Korrekturen anzubringen und Folgeaufträge zu bekommen.” Was das konkret bedeutet, will Kokot derzeit nicht sagen. Schließlich möchte er auch der Konkurrenz möglichst wenig Informationen an die Hand geben.

Stimmung in der Belegschaft zwiespältig

Dass es am Burenkamp weitergeht, steht für Kokot jedenfalls außer Frage. Selbst wenn es aus seiner Sicht wenig Sinn macht, in der augenblicklichen finanziellen Not mit anderen Banken über Geld zu reden. “Bis das ausverhandelt wäre, lebe ich nicht mehr.”

Die Stimmung in der über 130-köpfigen Belegschaft, darunter viele Auszubildende, sei zwar zwiespältig, aber der Geschäftsführer ist überzeugt, dass der einstige Bergbauzulieferer mit einer langfristigen Strategie noch viele Jahre “sehr stabil arbeiten” kann. www.hoetten.de


Gefunden bei insolvenz-ratgeber.de:

04.03.10

Motorradfahrer- Ausstatter baehr Technologie ist insolvent

Die baehr Technologie Gmbh& Co Kg stellte Antrag auf Eröffnung des Insolvenzverfahrens. Das 1989 gegründete Unternehmen produziert und vertreibt Helme, Kommunikationstechnik, Sitze und Navigationsausrüstung für Motorradfahrer.

Das zuständige Amtsgericht in Pirmasens bestellte Dipl.-Volkswirt Helmut Hopmeier zum vorläufigen Insolvenzverwalter.

1 IN 27/10 : In dem Insolvenzantragsverfahren über das Vermögen der baehr Technologie GmbH & Co. KG, North Carolina Avenue 5 – 7, 66953 Pirmasens (AG Zweibrücken, HRA 30235),

vertr. d.: 1. baehr Geschäftsführungs GmbH, North Carolina Avenue 5 – 7, 66953 Pirmasens, (persönlich haftende Gesellschafterin),
vertr. d.: 1.1. Manfred Bähr, North Carolina Avenue 5 – 7, 66953 Pirmasens, (Geschäftsführer),
vertr. d.: 1.1.1. Stefan Willibald Voit, North Carolina Avenue 5 – 7, 66953 Pirmasens, (Geschäftsführer)

ist am 02.03.2010 die vorläufige Verwaltung des Vermögens der Antragstellerin angeordnet worden.

Verfügungen der Antragstellerin sind nur mit Zustimmung des vorläufigen Insolvenzverwalters wirksam. Zum vorläufigen Insolvenzverwalter ist Dipl.-Volkswirt Helmut Hopmeier, Berliner Ring 31, 66955 Pirmasens, Tel.: 06331-24800, Fax: 06331-78513 bestellt worden.

Amtsgericht Pirmasens

Pirmasens


Die geplanten Haushalts-Kürzungen im Sozialbereich rufen die Sozialverbände auf den Plan. Ob’s was bringt? Gefunden bei neues-deutschland.de:

Von Hendrik Lasch, Dresden 11.03.2010 / Inland

Wolfsprinzip im Haushaltsstreit

In Sachsen wächst der Protest gegen Kürzungen im Sozialbereich. Und es beginnen die Verteilungskämpfe

In Sachsen stehen harte Debatten um den Sparkurs der CDU/FDP-Regierung bevor. Gestern protestierten Vertreter von Jugend- und Sozialverbänden vorm Landtag. Lokalpolitiker spielen derweil Jugendliche gegen Wölfe aus.

Lupus est homo hominem, schrieb der römische Dichter Plautus: Dem Menschen ist der Mensch ein Wolf. In Sachsen muss die Redewendung nun umgeschrieben werden: Auch dem Wolf ist der Mensch ein Wolf – besonders wohl, wenn er in Gestalt von Kommunalpolitikern auftritt. So fordern zwei Landräte und drei Rathauschefs in der Lausitz, die Gelder für Wolfsprojekte in der Region zu streichen. Deren Mitarbeiter beobachten die zuletzt sechs in der Lausitz ansässigen Wolfsrudel, kümmern sich um Kontakte zu den Landwirten, denen hin und wieder Schafe gerissen werden, oder veranstalten Projekttage für Schüler.

Ein leeres Holzgerüst

Den Kürzeren sollen die Wölfe nach Ansicht der Lokalfürsten gegenüber Jugendlichen der Region ziehen. Angesichts hoher Steuerausfälle streicht der Freistaat derzeit im Bereich der Jugend- und Sozialarbeit. Die Jugendpauschale von 14,30 Euro pro Kopf, die an die Kommunen überwiesen wird, soll um ein Drittel gekürzt werden. Viele Vereine und Träger fürchten, ihre Arbeit nicht mehr fortsetzen zu können. In Zeiten derart knapper Kassen, so Bautzens CDU-Landrat Michael Harig, seien Jugendliche »erst einmal wichtiger als Wölfe«.

Während auf diese Weise bereits

die Verteilungskämpfe um die zunehmend knapper werdenden Mittel beginnen, protestierten vor dem Landtag in Dresden gestern rund 4000 Betroffene gegen die Sparpläne – ironischerweise vor einem noch leeren Holzgerüst. An dem neun Meter hohen Gestell wollen Landtagspräsident und Staatskanzleichef heute zum Gedenken an den 20. Jahrestag der Gründung des Freistaates ein Transparent enthüllen: »Hier bestimmen Sie.«

Gestern war der Rahmen leer – Sinnbild dafür, wie stark die Demonstranten noch mitbestimmen können. CDU-Sozialministerin Christine Clauß, auf Plakaten gestern als »Graus« bezeichnet, verteidigte erneut den Kahlschlag in ihrem Ressort, in dem dieses Jahr mit 25 Millionen Euro ein Großteil der frei verfügbaren Mittel gestrichen werden sollen. CDU-Fraktionschef Steffen Flath hatte die Ankündigung noch massiverer Streichungen von jeweils 1,7 Milliarden Euro in den nächsten Jahren mit der nüchtern-achselzuckenden Feststellung verbunden, es werde massive Proteste geben. Ein Einlenken ist jedoch offenbar nicht vorgesehen.

Die Opposition nennt die Kürzungen, gegen die Gewerkschaften ebenso wie Wohlfahrtsverbände, kirchliche Träger oder Frauenorganisationen mobil machen, planlos. Sie weist darauf hin, dass 2010 zwar unter anderem bei der Jugendarbeit starke Einschnitte anstehen, die Gelder für den Straßenbau aber nicht nur in geplanter Höhe ausgegeben werden, sondern wegen explodierender Kosten bei Mammutprojekten wie dem Leipziger City-Tunnel und der Dresdner Waldschlösschenbrücke wohl aufgestockt werden müssen – zu Lasten etwa des Nahverkehrs. Die SPD hat inzwischen einen runden Tisch zum Thema Finanzen angeregt, auf dem sich die Landespolitik über Unverzichtbarkeiten und Prioritäten verständigen solle. Im Landtag versuchte die Opposition gestern noch einmal, die Kürzungen im Sozialresort abzuwenden, gegen die zuvor von den Demonstranten auch 25 000 Protestunterschriften übergeben worden waren. LINKE und SPD forderten in einem gemeinsamen Antrag, die »so in keiner Weise hinnehmbaren« Einschnitte zurückzunehmen und auch Suchthilfe, Beratungsangebote und das Freiwillige Soziale Jahr vor schwerwiegenden Einschnitten zu bewahren. In einem eigenen Antrag verlangten die Grünen, die Kürzungen zunächst bis zur Steuerschätzung im Mai auszusetzen.

Tillich wird herbeizitiert

In der Debatte nannte es Annekatrin Klepsch von der LINKEN eine »Farce«, dass bei der Jugendhilfe mit 7,7 Millionen Euro etwa so viel Geld eingespart werden soll, wie in den Ministerien durch die Schaffung neuer Posten an zusätzlichen Kosten entsteht. Bei einigen Trägern führten die pauschalen Kürzungen »direkt und mittelfristig in die Insolvenz«. Danach wurde die Debatte unterbrochen, weil auf Antrag der LINKEN zunächst der bis dahin abwesenden Ministerpräsident Stanislaw Tillich sowie Finanzminister Georg Unland herbeizitiert werden mussten.

Für die Wölfe in der Lausitz hat sich die Lage im übrigen zunächst entspannt. Deren Schutz sei »unsere Pflicht«, beschied Umweltminister Frank Kupfer (CDU) seine Parteifreunde in der Region. Das gelte vor allem für die Landkreise als untere Naturschutzbehörden, erinnerte er. Womöglich sind die Wölfe dennoch verärgert: Wie gestern in der »Sächsischen Zeitung« gemeldet wurde, ist ein Wolf in der Umgebung von Görlitz gesichtet worden – wo ein beteiligter Landrat und ein OB ihre Amtssitze haben.


Gefunden bei sport1.de:

Fußball / International / Premier League

10.03.2010

Portsmouth entlässt 85 Mitarbeiter

Der hochverschuldete Premier-League-Klub FC Portsmouth hat Konsequenzen aus seiner Finanzkrise gezogen und 85 Mitarbeiter entlassen.

Das sagte Insolvenzverwalter Andrew Andronikou, der weiter Hoffnung auf eine Übernahme durch einen Investor hat. Er bekomme täglich neue Anfragen auf den Tisch. Am 15. März könnte sich aber bereits die Zukunft des FA-Cup-Halbfinalisten entscheiden, wenn sich der Klub vor Gericht verantworten muss.

Die britische Steuerbehörde hatte darauf geklagt, den FC Portsmouth für insolvent zu erklären. Allein dem britischen Fiskus schuldet “Pompey” umgerechnet rund 13,2 Millionen Euro.

Insgesamt sollen sich die Schulden auf 80 Millionen Euro belaufen. Den Absturz in die 2. Liga dürfte der Tabellenletzte aber kaum mehr abwenden können. Wegen der Einleitung der Insolvenz werden dem Verein in Kürze automatisch neun Punkte abgezogen.


Gefunden bei badische-zeitung.de:

Neue Eigner greifen durch

Peguform streicht 60 Jobs

Die Geschäftsleitung des Autozulieferers Peguform hat auf einer Betriebsversammlung bestätigt, dass sie beabsichtigt, in Bötzingen in größerem Umfang Personal abzubauen. Zunächst sollen 60, später möglicherweise mehr Arbeitsplätze eingespart werden.

Betriebsrat und Gewerkschaft IG BCE sind verärgert, weil sie sich hintergangen fühlen. Ihrer Ansicht nach sind die Entlassungen nicht notwendig.

Seit dem 1. Februar ist der frühere Magna-Manager Günther Heiden (40) Chef von Peguform Deutschland im operativen Geschäft. Der Österreicher verkündete am Montag auf einer Betriebsversammlung, was bereits zuvor durchgesickert war: Die Peguform-Mitarbeiter sollen – wieder einmal – bluten. Bis zum Jahresende wolle man sich von 60 Mitarbeitern in der Verwaltung trennen.

“Überkomplex organisierten Prozesse vereinfachen”

In der Entwicklung und dem Projektmanagement müsse ebenfalls gespart werden, wenn sich die Auftragslage nicht bessere. Im schlechtesten Fall, so räumte das Management ein, stünden insgesamt 95 Stellen zur Disposition. Wo genau in der Verwaltung Arbeitsplätze gestrichen werden sollen, sei noch nicht klar. “Wir stehen am Anfang”, erklärte Personalchef Werner Slawik (61).

Klaus Rinnerberger (46), Chef der Peguform Beteiligungsgesellschaft GmbH, weist darauf hin, dass die Zentrale bei den vorausgegangenen Stellenstreichungen verschont geblieben sei, jetzt müsse man dort die “teilweise überkomplex organisierten Prozesse” vereinfachen und zum Teil in die Zweigwerke verlagern. “Das ist nicht sinnvoll”, widerspricht Betriebsratsvorsitzender Gerd Amann. Die Volkswagen-Gruppe, von der Peguform zu 60 Prozent abhänge, verlange vielmehr “zentrale Verantwortlichkeiten”.

Zum sachlichen Einwand kommen bei Betriebsrat und Gewerkschaft Ärger über den Stil: Gerade erst habe man die Verlängerung des Haustarifvertrages bis Ende 2012 vereinbart, der den Peguform-Beschäftigten erneut durchschnittlich 6,7 Prozent Einkommensverzicht abverlange. Zur gleichen Zeit habe die Geschäftsleitung jedoch Personalabbau vorbereitet. “So geht Vertrauen verloren, das ist kein gutes Zeichen für eine vertrauensvolle Zusammenarbeit”, klagt Amann.

Heiden erklärte, der Umsatz am Standort Bötzingen solle von 80 auf 120 Millionen Euro im Jahr steigen. Aufträge, zum Beispiel für den Audi A8 seien da, weitere stünden vor der Realisierung. Im Jahr 2009 habe die deutsche Peguform mit 3500 Beschäftigten rund 700 Millionen Euro Umsatz und dabei über sieben Millionen Euro Verlust gemacht. Weltweit habe die Gruppe bei 1,1 Milliarden Euro eine “schwarze Null” geschrieben.


Gefunden bei zdnet.de:

McAfee entlässt zwei Prozent seiner Mitarbeiter

Tom Espiner, Florian Kalenda

09.03.10, 16:53 Uhr

Betroffen sind ungefähr 100 von 6100 Beschäftigten weltweit – drei davon in Europa. Einige Stellen waren McAfee zufolge nach drei Übernahmen im Vorjahr doppelt besetzt. Die Budgets werden umverteilt.

McAfee entlässt knapp zwei Prozent seiner Mitarbeiter weltweit. Das hat ZDNet in Großbritannien erfahren. Rund 100 von bisher 6100 Beschäftigten sind betroffen.

Die meisten Streichungen nimmt der Sicherheitsanbieter im Bereich Entwicklung vor. Hier arbeiten weltweit 350 Mitarbeiter.

In einer Mail an ZDNet schreibt der PR-Verantwortliche des Unternehmens, Joris Evers: “Vor zwei Wochen wurde eine kleinere Umstrukturierung vorgenommen, die weniger als zwei Prozent unserer Mitarbeiter betraf. In bestimmten Geschäftsbereichen haben wir eine kleine Zahl an Stellen gestrichen und Budgets auf Stellen und Initiativen umverteilt, die besondere strategische Vorteile für unsere Geschäftsentwicklung bieten.”

Evers zufolge wurden unter anderem Stellen gestrichen, die aufgrund von Übernahmen doppelt besetzt waren. 2009 hatte McAfee MX Logic, Solidcore Systems und Endeavor Security gekauft.

Quellen von ZDNet Großbritannien zufolge, die lieber ungenannt bleiben möchten, sind drei McAfee-Forscher in Europa von den Streichungen betroffen, davon einer in Großbritannien.


Und 2011 sollen weitere Stellen wegfallen! Gefunden bei finanztreff.de:

Chevron streicht 2.000 Stellen

09.03.2010 – 15:29

NEW YORK (Dow Jones)–Der US-Ölkonzern Chevron reagiert auf die schwache Entwicklung in seinem Raffineriegeschäft und stellt einige Assets zum Verkauf.

Im Rahmen der Restrukturierung würden dieses Jahr 2.000 Stellen im Raffinerie- und Marketingbereich wegfallen, hieß es am Dienstag in einer Präsentation anlässlich eines Analysten-Treffens. Zudem rechnet der Ölkonzern aus dem kalifornischen San Ramon für 2011 mit weiteren Stellenstreichungen.

Chevron will nun unter anderem Gebote für die Pembroke Raffinerie in Großbritannien sowie andere Vermögenswerte in Europa einholen. Zudem sollen einige Downstream-Assets in der Karibik und in einigen Ländern Mittelamerikas veräußert werden. Auch das Downstream-Geschäft in Afrika (ohne Südafrika) sowie im US-Bundesstaat Hawaii sollen auf den Prüfstand gestellt werden.

Das Raffinerie- und Marketing-Geschäft werde in den kommenden Jahren weiterhin schwierig bleiben, warnte Chevron. Der Konzern wolle sich im Downstream-Geschäft auf Nordamerika und den asiatisch-pazifischen Raum konzentrieren, sagte Mike Wirth, der das weltweite Downstream-Geschäft von Chevron verantwortet. In diesen Märkten habe die Chevron Corp die größte Wettbewerbsstärke.

Im vierten Quartal hatte Chevron unter dem deutlichen Margenrückgang im Raffinerie- und Vermarktungsgeschäft gelitten. Trotz eines auf 48,68 Mrd von 45,20 Mrd USD gestiegen Umsatzes war der Nettogewinn auf 3,07 (4,9) Mrd USD gesunken.

Für das Upstream-Geschäft ist der Konzern weiter optimistisch. Der Konzern erwarte hier ein weiteres Jahrzehnt des Wachstums, sagte Chevron-CEO John Watson am Dienstag. Mitte des Jahrzehnts erwarte der Konzern eine erhebliche Ausweitung seiner Produktion.


Was aus meiner “alten” Heimat… :-( Gefunden bei bild.de:

Maximail Postzustellung stellt Insolvenzantrag

Freitag, 26. Februar 2010, 20:00 Uhr

Darmstadt (dpa/lhe) – Die in Südhessen tätige Maximail Postzustellung GmbH & Co. KG in Darmstadt hat am Freitag beim Amtsgericht Insolvenz angemeldet.

Viele der elf Standorte arbeiteten defizitär, teilte der private Postzusteller mit. Seit August 2008 hätten monatlich bis zu 140 000 Euro zugeschossen werden müssen. Die Zustellung in schwach besiedelten Gebieten sei zu teuer. Kündigungen seien nicht geplant, das Geschäft solle bis zum Insolvenzverfahren weiterlaufen. Die 149 Mitarbeiter blieben erst einmal in vollem Umfang beschäftigt. Die Maximail GmbH & Co. KG sei nicht betroffen. Zwischen beiden bestehe nur eine vertragliche Zusammenarbeit.


Und weiter geht’s mit den Insolvenzen :-( Gefunden bei zdnet.de:

Deutscher Zubehörhersteller Jobo stellt Insolvenzantrag

Peter Marwan

10.03.10, 10:38 Uhr

Der Fotozubehörspezialist konzentrierte sich in den vergangenen Jahren auf digitale Bilderrahmen, Speicherkarten, Kartenleser und Kiosk-Systeme. Das Marktsegment wächst derzeit stark. Allerdings profitieren davon vor allem große Elektronikmarken.

Die Jobo AG hat beim Amtsgericht Köln einen Insolvenzantrag gestellt (Aktenzeichen 73 IN 104/10). Zum vorläufigen Insolvenzverwalter wurde der Kölner Rechtsanwalt Hans-Gerd Jauch bestellt. Das 1923 in Gummersbach gegründete Unternehmen hat sich einen Namen als Anbieter von Foto- und Fotolaborzubehör gemacht, seine Geschäftstätigkeit aber in den vergangenen Jahren auf digitale Bilderrahmen, Speicherkarten, Kartenleser und Kiosk-Systeme ausgedehnt. Der Schwerpunkt lag dabei auf digitalen Bilderrahmen.

Gründe für die wirtschaftlichen Schwierigkeiten hat die Jobo AG bisher nicht genannt. Im Markt für digitale Bilderrahmen, auf dem sich das Unternehmen stark engagierte, sehen alle Marktforscher einhellig ein großes Wachstum – teilweise um bis zu 70 Prozent. Harry Wang von Parks Associates hat aber auch festgestellt, dass die großen Marken diesen Bereich zwar noch nicht dominieren, aber auf Kosten der kleineren Konkurrenten Marktanteile gewinnen. Beispielsweise hätten im vergangenen Jahr in Europa Kodak, Philips und Telefunken 38 Prozent der Marktanteile auf sich vereinigt. Zusammen mit Sony, AgfaPhoto und Samsung waren es sogar 52 Prozent der Verkäufe in Europa. “Durch die Anpassung der Einkaufsstrategien der großen Retailer werden diese gut bekannten Marken die Möglichkeit haben, ihre Marktanteile weiter auszubauen”, so Wang.

Ganz aufgegeben hat das Gummersbacher Unternehmen die Hoffnung aber noch nicht. Laut einem Bericht der Fachhandelszeitschrift Channelpartner hat sich Jobo-Geschäftsführer Johannes Bockemühl-Simon bereits mit einem Schreiben an die Geschäftspartner gewandt. Darin spricht von einer “schwierigen Phase” und verspricht im Zuge einer Neuausrichtung des Unternehmens einen “neuen Start mit der Marke Jobo”.


Bei z.Zt. “sagenhaften” 16,1 Mrd. EUR Schulden hat Bremen wohl auch nicht viel Alternativen… Gefunden bei radiobremen.de:

8. März 2010, 21:31 Uhr

Schuldenbremse greift

Land Bremen streicht Stellen und kürzt Ausgaben

Bremen will im kommenden Jahr weitere 46 Millionen einsparen. Bei einer Klausur hat sich der Senat deswegen auf eine lange Liste von Kürzungen geeinigt.

So wird der Umweltsenator die städtischen Gesellschaften “Bremer Entsorgungsbetriebe” und “Stadtgrün” vereinen. Das Kulturressort will den Zuschuss für das Musikfest zusammenstreichen. Sechs Stunden lang hat sich die Landesregierung bei ihrer Klausur die Köpfe darüber zerbrochen, wie Bremen im kommenden Jahr die 46 Millionen Euro einsparen kann. Die Opposition wertete die Beschlüsse als Versuch, sich beim Sparen nach dem Rasenmäherprinzip bis zur nächsten Wahl zu retten.

Personalabbau im Sozialressort

So wird zum Beispiel das Sozialressort die Behörde und Sozialämter neu organisieren und Personal abbauen. Das Bildungsressort will geplante Sanierungen an der Hochschule verschieben, um seinen Beitrag zu erbringen. Der Wirtschaftssenator verzichtet darauf, das Gewerbegebiet Hansalinie weiter zu erschließen. Bis 2020 muss Bremen seinen Etat jährlich um weitere 100 Millionen Euro herunterfahren, um dann einen Haushalt ohne neue Schulden aufzustellen. Deswegen werden schon im kommenden Jahr 200 Stellen im Öffentlichen Dienst wegfallen, bis 2014 dann weitere 750.

Bis 2014 sollen 950 Stellen wegfallen

Bis 2014 sollen 950 der 13.300 Verwaltungsstellen wegfallen, wie der Senat am Montag mitteilte. Neben den bereits im Haushaltsentwurf vorgesehenen 54 Millionen Euro muss die Landesregierung 2011 weitere 46 Millionen Euro einsparen. Das will sie vor allem mit geringeren Ausgaben in der Verwaltung und bei Investitionen erreichen. Gleichzeitig solle eine Erhöhung der Grunderwerbssteuer auf 4,5 Prozent elf Millionen Euro mehr in die Kasse spülen.

Nach Ansicht der CDU bleibe der Senat bei den Einnahmeerwartungen zu unkonkret und stelle einen “ungedeckten Scheck” aus. Die FDP nannte den Kurs des Senats “orientierungslos”. Sie fordert den Verkauf von Gewoba, Brepark und des Flughafens sowie die Privatisierung des Messe- und Veranstaltungsgeschäfts.

Schuldenstand: 16,1 Milliarden Euro

Die Schulden Bremens belaufen sich zurzeit auf eine Höhe von 16,1 Milliarden Euro. Das Haushaltsdefizit von knapp einer Milliarde solle bis 2020 in zehn Schritten zu je 100 Millionen Euro abgebaut werden, ließ Bürgermeister Jens Böhrnsen (SPD) mitteilen. Die im Grundgesetz verankerte Schuldenbremse sieht vor, dass die Länder 2020 einen Haushalt vorlegen müssen, in dem nicht mehr Ausgaben als Einnahmen geplant sind. Bis Mitte Mai sollen die zuständigen Parlaments-Ausschüsse und Fachpolitiker über die Sparpläne beraten und diese konkretisieren. Noch vor der Sommerpause soll die Bürgerschaft über den überarbeiteten Haushaltsentwurf 2011 und über die Finanzplanung 2010 bis 2014 abstimmen.


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