Bericht von Samara

Der von vielen vielleicht schon ersehnte Bericht von  Samara in Guanacaste ist jetzt endlich da:

Am Freitag bin ich so gegen 10.17 Uhr aus dem Haus gegangen und bin um 10.30 Uhr mit dem Bus zum CAS Büro gefahren. Von dort ging es dann mit noch ein paar anderen Leuten von CAS und YFU und vollen, schweren Essenstüten mit dem Taxi zum Busterminal Alfaro. Als wir dort angekommen waren, haben wir gleich einige der Essenstüten abgegeben, sie wurden dann gleich in den Bus geladen. Nun hatten wir eine 5-stündige Bustour mit einem kurzen Halt in der Nähe von Puntarenas vor uns. So gegen 5 Uhr hat Samara uns dann mit blauem Himmel und starkem Sonnenschein begrüßt. Jetzt hieß es die Essenstüten wieder ausladen und ab ins Hotel. Das Hotel war wirklich wunderschön:

Das Hotel „Casa Valeria“ liegt direkt am Strand, ist von Kokosnusspalmen durchzogen. Es sind dort kleine, schöne, standartmäßig eingerichtete Bungalows. Wenn du in der Nacht im Bett liegst, kannst du die Wellen auf den Strand schlagen hören. Es gibt eine große Küche, die von allen Mietern genutzt werden darf, aber alles was man benutzt hat, muss man auch von Hand wieder abwaschen.

Also wir sind im Hotel angekommen, haben die Essenstüten in die Küche gestellt, haben schnell die Zimmer aufgeteilt und uns dann direkt umgezogen und sind in den warmen Pazifik gehüpft. Als dann am Horizont ein Gewitter aufgezogen ist, sind wir dann aus dem Wasser gegangen, haben uns abgeduscht und dann gab es auch schon das erste Abendessen: Nudeln mit Bolognese Sauce. Es gab nicht für alle große Teller und deswegen mussten einige, darunter auch ich, aus so, ich nenne sie jetzt einfach mal „Kleinkinderteller“ essen. Man kriegt dort halt recht wenig rein und wird davon auch nicht wirklich satt. Nach dem Essen wurde der 2.KD (KD = Küchendienst) festgelegt, der musste dann alles abwaschen. Der 1. KD hat das Essen vorbereitet. Nachdem der Küchendienst seine Arbeit getan hat, haben wir alle zusammen noch lange Werwolf gespielt. Ich bin dann so gegen 11.45 Uhr ins Bett gegangen und meine Zimmergenossen haben aber noch bis 2.30 Uhr weitergespielt und hatten keine Schlüssel, also musste ich mich dann entweder wachhalten oder einschlafen und dann halt aufstehen und die verdammte Tür aufmachen. Ich habe in dieser Nacht ganze 4 Stunden geschlafen und bin um 6 Uhr aufgestanden und schwimmen gegangen. Es ist der Hammer wie warm der Pazifik morgens schon ist. Dann gab es Frühstück: Müsli (Kellogs Cornflakes oder Schokocrispies)  mit Haferflocken, Milch, frischer Ananas oder/und Papaya und Bananen. Am Nachmittag gab es dann für alle 4 Möglichkeiten, was sie machen könnten:

  1. Eine 3-stündige kajaktour mit Schnorchelgang und kleinem Mittagessen (Kosten 30$)
  2. Ein 1,5-stündiger Surfkurs und anschließendem kostenlosen Verleih für das ganze Wochenende (Kosten 30$)
  3. Ein 2-stündiger Reitausflug am Strand und auf einem Berg (Kosten 20$)
  4. Chillen am Strand (Kosten 0$)

Da der Surfkurs schon vorbei war und die Kajaktour ausgefallen ist und ich nicht nichts machen wollte, habe ich mich dafür entschlossen mit Reiten zu gehen. Vorher habe ich mir noch schnell Arme, Gesicht und Beine eingecremt, weil dort die Sonne wirklich brennt. Na gut, wir sind dann losgeritten, erst mal in Richtung Wald, haben dann einen kleinen Fluss durchquert und sind dann an einem anderen Strand rausgekommen. So, nun wollte mein Pferd gallopieren, aber ich nicht und das hat auch anfangs ein bisschen funktioniert bis die anderen zurückkamen um noch einmal zu gallopieren. Dann ist es losgerannt, ich bin aus einem Steigbügel gerutscht und war kurz davor runterzufallen, ich habe das Pferd dann in Richtung Gras gelenkt und dann ist es stehen geblieben. Ich habe überall gezittert und wollte mein Pferd wechseln und ein Pferd von einem anderen Reiter bekommen, doch dann kamen die anderen nochmals zurück und mein Pferd rennt durch die spitzen Palmenblätter in Richtung der anderen Pferde. Ich habe mein Pferd dann gegen ein angeblich ruhigeres Pferd eingetauscht, das wollte mich aber nicht aufsitzen lassen und hat sich dann bei jedem Geräusch im Wald erschreckt und immer wenn ein anderes Pferd überholen wollte, hat es mach hinten ausgetreten. Ich fühlte mich total unsicher auf diesem Pferd und habe mein Pferd wieder getauscht. So jetzt haben wir uns gut verstanden und sind auf den Berg geritten. Oben hatten wir eine tolle Aussicht auf den Pazifik und die Strände. Auf dem Rückweg durften wir auf dem letzten Strandabschnitt nochmals  galoppieren, habe ich dann auch gemacht und hat, finde ich auch echt Spaß gemacht. Als wir wieder im Hotel waren habe ich mir beim Reiten die Beininnensite aufgeschürft und, trotz T-Shirt im Nacken, Rücken und Schultern einen starken Sonnenbrand. Ich bin dann gleich wieder ins Wasser gegangen um mich abzukühlen. Zum Abendessen sind wir dann in ein kleines Restaurant gegangen, dort habe ich Fisch mit Pommes, Reis und Gemüse gegessen. Es waren sehr kleine Portionen und ich bin davon nicht satt geworden. Am Abend haben wir dann noxh am Strand gesessen und aus Boxen Musik von verschiedenen I-Pods gehört. Um 10.15 Uhr bin ich dann ins Bett gegangen und 2 der 3 Zimmergenossen auch, der 3.  Hat noch bis 2.50 Uhr durchgemacht, hatte einen Schlüssel, hat aber die Tür nicht aufgekriegt. Also bin ich aufgestanden und habe ihm die Tür aufgemacht. Am nächsten Tag bin ich um 7 Uhr aufgestanden uns gleich ins Meer gegangen. Davor habe ich noch schnell meinen Rucksack gepackt. Um 10 Uhr sind dann einige Banana Boat fahren gegangen, darunter auch ich. 12 Minuten haben dort 2000 Colones (Gruppenpreis) gekostet. Danach haben wir uns nur noch Brötchen geschmiert und sind dann zum Bus gegangen. 5 Stunden Heimfahrt. Wieder am Busterminal haben uns dann gut 30 Taxifahrer empfangen. Ich habe dann noch mit 5 anderen Leuten und einer Betreuerin auf meine Gastfamilie gewartet. Auf der Heimfahrt haben wir noch schnell ein wenig eingekauft. Zuhause habe ich mir ersteimal mein T-Shirt ausgezogen um mir den Sonnenbrand anzusehen, er ist wirklich schlimm, jedesmal wenn die Schultern auch nur einer geringen Belastung ausgesetzt werden, brennen sie wie Feuer. In der Nacht habe ich sehr schlecht geschlafen.

Es war ein richtig geiler Ausflug! Im nächsten Monat geht es dann zum Arenalvulkan. Ich freue mich schon sehr darauf. Also bis zum nächsten Mal ,

Euer Lars

One thought on “Bericht von Samara

  1. Annette sagt:

    Das mit den Pferden hattest Du mir gar nicht erzählt!Toller Bericht!

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